SBC Troubleshooting (Störungssuche)

Hinweis: Eine genaue Erklärung aller Optionen von Nandub findet man in Koepis "Erklärungen zu NanDub Optionen" (hier auf Deutsch).

Falls Du mit FlaskMpeg während des Frameservings Probleme bekommst, versuche es zunächst einfach mit DVD2AVI.. es mag ein wenig komplizierter sein, doch es ist viel mächtiger und die meisten Beta-Tester schwören auf DVD2AVI.

Das Programm zeigt folgende Fehlermeldung an: "Cannot load Sylia Script language (Sylia.dll)"

Normalerweise sollte die Sylia.dll im NanDub-Verzeichnis vorhanden sein. Falls nicht, sollte die Datei im VirtualDub-Verzeichnis oder auf doom9.org in der neuesten NanDub Distribution zu finden sein.

Wieso bekomme ich einen 'out of memory'-Fehler beim Beginn des ersten Durchlaufs (First Pass)?

Sehr wahrscheinlich hast Du nicht den DivX 3.11alpha-Codec, sondern eine gepatchte Variante (VKIpatch) oder eine neuere Version des Divx-Codecs installiert. Installiere den Divx 3.11alpha Codec erneut (Wichtig: Einige Codec-Dateien existieren bereits, diese müssen jedoch überschrieben werden. Antworte also beim Ersetzen der Dateien mit "Ja"). Danach starte neu und versuche es noch einmal.

Die Ausgabequalität ist nicht gut genug

SBC ist kein Wundermittel für 1A-Rips. Es ist ein Werkzeug für fortgeschrittene Ripper und es gibt Dir die Möglichkeit, den Codec bis an seine Grenzen auszureizen. Es ist jedoch sehr wichtig und für die Ausgabequalität ausschlaggebend, die richtigen SBC-Einstellungen zu verwenden. Meine (Doom9s) Einstellungsprofile dienen nur als Ausgangspunkt.. Für eine exzellente Ausgabequalität wird es sich nicht vermeiden lassen, Deinen Film mehrere Male zu enkodieren. Nimm Dir die Zeit, verschiedene Parameter auszuprobieren und beobachte ihre Auswirkungen auf die Ausgabequalität und du wirst sehen, was ich meine. Achte besonders auf die DRF-Einstellungen; diese sind am wichtigsten. Du kannst von einem 3h+ Film auch nicht erwarten, dass er auf nur einer CD gut aussieht, außer Du verwendest VCD-ähnliche Auflösungen. Eine andere Sache ist die, dass SBC für komplette Filme entworfen wurde und nicht für einzelne Ausschnitte (Clips) von Filmen. SBC analysiert die Eingabedatei im First-Pass, um die Bits effizienter verteilen zu können. Solltest Du nun einen Filmausschnitt zum Testen enkodiert haben, kann es sehr wahrscheinlich passieren, dass dieser einzelne Testausschnitt nicht so viele Bits wie im kompletten Film bekommen wird, da NanDub sich eventuell Bits aus anderen Szenen nimmt (dort wo sie nicht so sehr gebraucht werden) und auf Deinen Testausschnitt verteilen könnte.

Wieso verschwinden meine Resize-Einstellungen, wenn ich ein Profil lade?

Im Profil werden alle Optionen von Virtual- bzw NanDub gespeichert, inklusive der Filtereinstellungen. Folgerichtig werden alle nach dem Abspeichern des Profils eingestellten Filtereoptionen wieder gelöscht, falls diese nicht im Profil vorhanden sind. In diesem Fall müsstest Du erst das Profil laden und danach erst die Filtereinstellungen wie Resize, d.h. Ändern der Auflösung, vornehmen (das bedeutet 2 Schritte zurück gehen).

Welche sind die optimalen Einstellungen?

Schwer zu sagen, da wohl jeder Film seine eigenen optimalen Einstellungen hat. Um diese zu bekommen musst Du experimentieren. Ich versuche neue Einstellungen zu finden, welche die Bildqualität im Allgemeinen verbessern können. (Anm. d. Übersetzers: Nandub/SBC ist wohl ausgereizt, d.h. es wird nicht mehr daran gearbeitet.)

Wieso weisen einige Szenen immer störende Blöcke im Bild auf?

Es gibt ein allgemeines Problem in DivX, das nicht einmal SBC beseitigen kann: Quellmaterial mit Bildrauschen hat zur Folge, dass diese störenden Blöcke im Bild erscheinen, gleichgültig welche Bitrate verwendet wird. Das Einzige, was vielleicht helfen könnte, ist die Verwendung eines Entstörungs- oder Glättungsfilters (Noise bzw. Smoothing Filter). Viele Filmstudios machen von diesen Filtern Gebrauch, bevor sie das Quellmaterial in MPEG-2 encoden (dadurch müssen sie diese Störungen nicht einzeln entfernen, da gilt: je weniger Bildrauschen, desto besser die Kompressionsrate).

Welche Einstellungen sind für 2CD-Rips angemessen?

Stelle den Motion Detection Schieberegler für Fast Motion auf 300 und verwende wesentlich niedrigere DRF-Werte. Die übrigen Einstellungen musst du selbst bestimmen.

Was ist mit VKI?

Das Programm verwendet standardmäßig VKI. Verwende auch wirklich nur den DivX 3.11 alpha Codec, keine VKI-Hacks (wie 3.20 oder 3.22). Das Keyframe-Intervall beschreibt den maximal zugelassenen Zwischenraum ohne Keyframe. Für gewöhnlich setzt der Scene Change Detector (Szenenwechseldetektor) aber früher ein. Diese Einstellung kommt deshalb auch nur in Extremfällen zum Einsatz.

Wie kann ich auf einfache Weise neue Einstellungen testen?

Führe den First Pass (erster Durchlauf) durch (den vollständigen First Pass.. nicht nur einen Teil des Films). Danach springe zu der Szene, die bei Deinem ersten Versuch keine gute Bildqualität besaß und enkodiere nur diese eine Szene noch einmal. Spiele dabei ein wenig mit den DRF- und den Gauge-Einstellungen herum, bis Du mit der Bildqualität der Szene zufrieden bist. Nun encode den ganzen Film mit den neuen Einstellungen.

Wofür stehen die Werte in der Debug Log-Datei ?

Beispielzeile:

00011466 1747.23110870 [1112] df:010923, 02104 bytes, 4x (3.86x), R:0589, M:131, BR:39.31% (38.63%), D: -0.07Mb, L: 1.06

Erklärung: 02104 bytes ist die Größe des komprimierten Frames, 4x die Kompressionsstufe des aktuellen Frames, (3.86x) die durchschnittliche Kompressionsstufe des gesamten Films, R die aktuelle Bitrate, M der Anteil der Bewegung des aktuellen Frames, BR das "Bit-Reservoir" (die Zahl in den Klammern ist der Durchschnittswert), D die Abweichung der Größe von der Durchschnittsgröße (weicht hier 70kb von der Durchschnittsgröße ab), df steht für Delta Frame (bei einem Keyframe würde dort kf stehen) und die Zahl dahinter ist die aktuelle Framenummer. L ist der Chroma Level, 1.06 bedeutet, dass der Luma-Anteil des Frames ein wenig höher ist als der Chroma-Anteil. Ein Pluszeichen (+) nach dem BR bedeutet, dass die Bitrate für den "Gauge" erhöht werden musste, um über der von dir eingestellten Mindest-Bitrate zu bleiben.

Mit viel Geduld kannst Du deine Encoding-Session perfekt analysieren ;)

Was ist zu tun, wenn die Ausgabedatei ist zu groß/klein wird?

Zu klein: verringere die DRF-Werte, erhöhe min & max Gauge, erhöhe die Bildauflösung (nur wenn sie zu klein ist!), verwende das bicubic Resizing anstatt dem bilinearen.

Zu groß: erhöhe die DRF-Werte, verringere min & max Gauge, verwende bilineares Resizing, verwende eine niedrigere Auflösung, setze die Zielgröße auf mehr CDs.

Wie kann ich die Größe des Abspanns (Credits) verringern?

Trenne die Credits von dem Rest des Films in DVD2AVI (Endpunkt auf den letzten Frame setzen, bevor die Credits beginnen). Enkodiere die Credits nun einzeln (zum Beispiel bei 280kbit/s, min/max: 200/600 ohne "Anti-Shit"). Oder verwende ganz einfach NanDub ab der Version 0.22, welche die Einstellung der Bitrate für die Credits ermöglicht. (Anm. d. Übersetzers: NanDub wird nicht mehr weiterentwickelt, die letzte Version ist 1.0RC2.)

Muss ich meine ganzen Filter (resizing, noise, etc) auch im First Pass verwenden?

Ja, da jeder Fiter die "Komprimierbarkeit" des Films beeinflusst.


Last edited on: 08/14/2002 | German translation by: Hellraiser | Content by Doom9.net - The definitive DVD backup resource