Professionelles DVD Authoring

Scenarist NT ist ein professionelles DVD Authoring Tool, ebenso professionell ist auch dessen Preis: ca. 38.000. Selbstredend, daß man von einem solchen Programm keine Demoversion bekommt. Scenarist wird nun von Sonic vertrieben, dem Hersteller von DVDit. Unter Umständen kann man eine Demonstration bei Sonic Händlern bekommen.

Wie bekannt sein dürfte, war es schon immer mein Ziel mit miniDVD eine perfekte Imitation von "Matrix" herzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen probierte ich verschiedene Authoring Tools aus, jedes davon stieß hier und da an seine Grenze und erlaubte keine anspruchsvolleren Operationen, die nötig sind, um gut aussehende, animerte Menus zu gestalten.

Scenarist NT ist unter den Hollywood Studios weit verbreitet, die damit ihre DVDs erstellen - es handelt sich hier eben um DAS Programm für DVD Authoring schlechthin. Vielleicht unnötig zu betonen, daß die Handhabung äußerst anspruchsvoll ist, da es die gesamte DVD Spezifikation abdeckt. Insofern man es mit DVD Authoring wirklich ernst meint sollte man weiterlesen, anderenfalls sei darauf hingewiesen, daß es nicht wenige Alternativen zu diesem Programm gibt, mit denen man weniger komplizierte DVDs weitaus müheloser erstellen kann.

Schritt 1: Vorbereiten der Assets

Eine gute Planung ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Am besten schaut man sich einige kommerzielle DVDs an und entscheidet dann, welchen Ansatz man für die eigene mini/DVD wählt. Zweifelsohne wird man viele Screenshots der DVD Menüs machen müssen und man sollte mit den Grundlagen der Bildbearbeitung vertraut sein, um die Overlay Effekte für das Menü zu erstellen. Die Video Assets sind alle mit der gleichen Auflösung zu kodieren, die Menüs müssen zur Erstellung von Übergängen geschnitten werden, die Animation des Hauptmenü muß loopen, etc. Die wahrscheinlich größte Hürde, zumindest wenn man bei Null beginnt, ist das Subpicture Overlay für die Menüs. Das Handbuch beschreibt dies mehr schlecht als recht, fehlt doch ein anschauliches Beispiel. Grob gesagt wird das Menü folgendermaßen zusammengebaut: Es gibt einen statischen/dynamischen Hintergrund, ein Subpicture Overlay (ein Vierfarbenbitmap mit der gleichen Größe wie der Hintergrund) und einen Selection Layer auf dem man die Buttons definieren kann. Um mehr zu erfahren lese man bei Schritt 2 - Erstellen eines Menüs weiter und vor allem das Handbuch. Man ist sowieso gut beraten letzteres zwei, drei mal durchzuarbeiten bevor man mit dem eigentlichen Arbeiten beginnt. Das Programm ist teilweise sehr schwer verständlich, doch zusammen mit diesem Guide und einem bereits bekannten Beispiel sollte man es schaffen, die Grundlagen zu erlernen.

Im miniDVD Guide kann man mehr über die Kodierung der Assets erfahren. 

Schritt 2: Erstellen der Menüs

Erstellen eines animierten Menus: Hier fangen die Probleme bereits an. Ich denke, der Hersteller Daikin sollte das Handbuch diesbezüglich überarbeiten, es ist schlicht unverständlich. Jedenfalls versuche ich es hier besser zu veranschaulichen. Zuerst muß man die Assets im Scenario Editor durch Drag & Drop der Videotracks vom Explorer in den Title Folder registrieren. Hierdurch wird ein neuer PGC erstellt:

Die violetten Pfeile können im Augenblick ignoriert werden, sie werden erst später im Projekt interessant. Solange noch keine Elemente miteinander verbunden sind, gibt es nur die schwarzen Linien im Scenario Editor.

Als nächstes klickt man auf den gerade erstellten PGC, ein Rechtsklick, dann selektiert man Edit Track. Damit wird der Track Editor aufgerufen. Nun kann man einen Audiotrack, durch Drag & Drop vom Explorer in den Track Editor gerade unterhalb des Videotracks, hinzufügen (es leicht zu sehen, wohin man den Track ziehen kann). Danach muß man das Subpicture hinzufügen. Und genau hier sind die eigenen gestalterischen Fähigkeiten gefordert. Werfen wir einen Blick auf die Kapitelauswahl:

Wenn eine Szene selektiert wird ändert sich die graue Fläche um das Video zu einem halbtransparenten Grün. Wenn eine der Menüseiten angewählt ist (1-6, 7-12, etc), erscheint ein grüner Punkt neben der Auswahl und wenn einer der drei Schaltflächen am unteren Rand selektiert ist wird die Farbe ebenfalls zu einem halbtransparenten Grün.

Nun muß eine vierfarbige Bitmap erstellt werden, die alle Flächen enthält, die die Farbe ändern sobald sie selektiert sind. Hier ist ein Beispiel für das Menübild:

Wie man sehen kann habe ich nicht jedes Element eingezeichnet, aber man sollte einen Eindruck bekommen, wie das Ganze funktioniert. Für jedes Element mit einer anderen Auswahlfarbe muß eine andere Farbe in der Bitmap gewählt werden. Standardmäßig wird für diese Overlay Bitmap ein weißer Hintergrund und die Farben schwarz, blau, rot für die Auswahlelemente verwendet. Wenn man aus dem Explorer das Subpicture Overlay Bild in den Track Editor zieht wird man gefragt, als was das Bild registriert werden soll. Hier wählt man Subpicture with forced start, da der spätere Benutzer nicht in der Lage sein soll, dies abzuschalten, sonst wäre keine Menüauswahl mehr sichtbar. Dann stellt man in der Ansicht nach auf Simulation Window.
Nun ist es Zeit die Schaltflächen zu erstellen.

Diese Buttonleiste wird gleich sehr nützlich sein. Der Button rechts neben dem Cursorbutton erlaubt das Zeichnen von Schaltflächen. Damit zieht man sowohl Rechtecke um die grauen Flächen im Menü als auch um die Kaiptelauswahl und die drei Buttons am Fuß. Da meine Subpicture Overlay Bitmap nicht alle Auswahlflächen beinhaltet, habe ich nur die Buttons erstellt, die ich hier tatsächlich verwende.

Vielleicht nicht so einfach zu erkennen, aber wenn man genau hinschaut erkennt man die sieben erstellten Buttons. Um zwei Schaltflächen zu verlinken kann man entweder die vier Buttons neben des Buttons zum Zeichnen hernehmen (die mit einem kleinen Pluszeichen). Der Button mit dem roten Pfeil erstellt einen Previous Link; drückt man auf der Fernbedienung den Pfeil nach links, wird die Schaltfläche selektiert, auf den hier der rote Link zeigt. Beispiel: Man kann einen einen Previous Link von der ersten zur letzten Schaltfläche sehen (Hauptmenü, ganz unten). Wenn also Schaltfläche Eins ausgewählt ist und man drückt dann auf der Fernbedienung den Button mit dem Pfeil nach links wird die Menü Schaltfläche selektiert. Einfacher ist es die Auto Route Funktion in Scenarist zu nutzen, in vielen Fälle funktioniert dies auch ganz gut.

Das Programm versucht die Links automatisch anzulegen. Ist man mit den Links nicht zufrieden, wählt man eine Schaltfläche aus (man sollte aufpassen, daß der Cursorbutton in der Leiste angewählt ist, anderenfalls wird man neue Schaltfläche zeichnen oder Links ziehen) und entfernt nach einem Rechtsklick diese Links:

Clear entfernt die selektierten Schaltflächen, der Remove XY Link Befehl entfernt den XY Link.

Zu guter letzt muß noch das Color Mapping für die Subpicture Overlay Bitmap definiert werden:

In dieses Menü gelangt man nur nach Einrichten der Schaltflächen. Man gehe auf Subpicture and Highlight und dort zu Colors im Dropdown Menü. Auf der linken Seite befindet sich das Color Mapping (=Farbzuweisung). Wie man sehen kann geht Scenarist von der standardmäßigen vier Farben Palette für das Subpicture aus. Man kann dies beim Erstellen eines neuen Projektes ändern oder auch später, allerdings ist es am einfachsten bei diesen vier Farben zu bleiben. Die blauen Punkte meines Bildes werden wie folgt zugewiesen: wenn die Schaltfläche nicht selektiert ist, ist die Displayfarbe blau, aber mit Intensität 0, was bedeutet, daß nichts dargestellt wird, die Schaltfläche ist also transparent. Wenn sie selektiert ist, wird die blaue Schaltfläche zu einer grünen ohne Transparenz (Intensität auf 100), wenn man bei selektierter Schaltfläche Enter auf der Fernbedienung drückt wird der Punkt opak rot. Mit der roten und schwarzen Komponente verhält es sich fast genau so, nur gibt es für sie keine Action Farbe und sie sind halb transparent (Intensität < 100); man sieht also durch die Schaltfläche auf den Menühintergrund (Bild/Video).

Ich hoffe das ist halbwegs verständlich. Wie ich anfangs schon angemerkt habe, war dies für mich der schwierigste Teil.

 

Der vierte Button von links wechselt zum Simulation Mode.

Nachdem man den Play Button gedrückt hat, kann man die fünf blauen Buttons benutzen, um im Menü zu navigieren und so zu sehen, ob der gewünschte Effekte erzielt wird. Sobald man Links für Titel, Menü und Return Buttons auf der Fernbedienung definiert hat werden diese ebenso simuliert. Hier eine Ansicht des Menüs, welches ich gerade erstellt habe:

Wie man sehen kann hätte ich eine schönere Subpicture Bitmap anfertigen sollen; zumindest ist der entscheidende Effekt klar erkennbar.

Sobald man damit fertig ist, kann man das Simulation Window schließen. Das Track Window sollte nun etwa so aussehen:

Wie man sehen kann haben wir unsere Videospur, Audiospur, Subpicture und eine Highlight Spur. Wenn man möchte kann man eine Startzeit für den Untertitel eingeben. Dies ist für das animierte Hauptmenü von "Matrix", in dem für die ersten 23 Sekunden keine Auswahl möglich sein soll, recht nützlich.

Auf den Subpicture Stream im Track Editor klicken, danach im Porperty Window am unteren Rand die Startzeit eingeben. Das gleiche kann auch im Simulation Window durchgeführt werden indem man Subpicture und Highlight selektiert.


Das Erstellen von nicht animierten Menüs läuft nicht viel anders ab, man zieht einfach die Bitmap auf den aktuellen Titel im Scenario Editor und man wird gefragt, als was die Bitmap registriert werden soll:

Da wir ein Menü erstellen wählt man hier Still Menu. Daraufhin wird ein Link vom Titel zu unserem neuen Menü erstellt. Man kann wie gewohnt Audio Tracks, Subpicture Overlays hinzufügen, sowie Buttons definieren. Hier ist ein Beispiel für das Audiomenü:

So sieht das Menü aus, solange nichts selektiert ist. Davon macht man im DVD Software Player einen Screenshot.

Nun brauchen wir ein Subpicture Overlay, welches alle aktivierbaren Elemente enthält. In diesem Fall haben wir fünf Quadrate die grün werden, wenn sie aktiviert sind und die beiden Buttons, die grünlich transparent schimmern, sobald man sie selektiert und rot, sobald man sie anklickt. Wieder bleibe ich bei den Standardfarben um das Color Mapping zu erleichtern.

Wie gesagt, man importiert ein Bild des Menühintergrundes in den Scenario Editor von Scenarist. Es erscheint daraufhin das oben gezeigte Dialogfeld wo man das nicht animierte Menü auswählt. Dann Rechtsklick auf das neue PGC und Edit Track anwählen.


Hier ist das im Scenario Editor erstellte PGC. Nun ist es an der Zeit das Subpicture zu überlagern, also zum Track Editor wechseln.

Das Subpicture Image auf die Stelle ziehen, die das Menü enthält, dann in dem Simulation Mode wechseln (View - Simulation):

Man kann bereits die Elemente des Subpicture Overlays sehen. Nun muß man noch die Buttons einzeichnen. 

Der nächste Schritt besteht in der Verlinkung der Schaltflächen untereinander, d.h. es muß festgelegt werden was passiert, sobald man den rechten Knopf der Fernbedienung drückt. Gleiches gilt auch für den linken, oberen und unteren Knopf. Wie schon erwähnt geschieht das am einfachsten durch die Auto route Funktion. Hier das Ergebnis:

Viele bunte Pfeile. Egal, jetzt sind wir in der Lage die Buttons mit Ereignissen zu verknüpfen. Dazu haben wir wieder das Color Mapping zu bearbeiten:

Wie man sieht werden die blauen Teile des Subpicture Overlays transparent grün sobald sie selektiert sind und transaprent rot wenn man sie anklickt. Der schwarze Teil wird opak grün/rot. 

Nachdem man die Auswahl getroffen hat schließt man das Simulation Window un kehrt zum Scenario Editor zurück.

Wie man sehen kann hat das PGC nun ein neues Element mit der Bezeichnung Btns. Es ist noch weiß, was bedeutet, daß dem Button noch kein Ereignis zugewiesen wurde. Bleibt man mit der Maus kurze Zeit über diesem Element, bekommt man eine Information über die zugewiesenen Ereignisse: Nop bedeteut kein Ereignis. Ein Doppelklick auf die Btns Kennung bringt uns zurück in das Simulation Window. 

Hier macht man endlich Bekanntschaft mit dem eigentlichen Potential von Scenarist. Das hier Gezeigte vermittelt davon nur einen kleinen Eindruck. Zu Beginn bekommt jeder Button den Nop (no operation = kein Vorgang) Befehl zugewiesen. Man wählt einen Button durch anklicken der korrespondierenden Nummer aus, anschließend wählt man in dem Command Dropdownmenü einen Befehl. Da gerade das Sprachwahlmenü bearbeitet wird wählt man hier Set Angle/Audio/Sub-picture and und klickt auf Immediate. 

Für die verschiednen Audio Tracks setzt man Set Audio Stream ID auf X, wobei X den Soundtrack angibt in der Reihenfolge wie man diese im Track Editor hinzugefügt hat. Man kann einen weiteren Befehl definieren, der nach dem Link Befehl ausgeführt wird. Drückt man den ersten Button in dem Menü passiert folgendes: Audio wird auf den ersten Stream gesetzt und das Hauptmenü aufgerufen. Wenn man ein Subpicture durch einen Button aktivieren möchte sollte man Set Subpicture Stream ID anklicken, auf X setzen und optional Display Subpicture einstellen. 

Nachdem man allen Schaltflächen Ereignisse zugeteilt hat kann man das Simulation Window schließen. Eine andere Möglichkeit Buttons zu linken ist im Scenario Editor auf das Btns Flag zu klicken, und bei gedrückter Maustaste zu einem anderen PGC zu ziehen. Dies erstellt einen Link und man bekommt ein Abbild des Menüs mit den Schaltflächen präsentiert, wo man die Schaltfläche für den zugewiesen Befehl auswählen kann. Später folgen einige Bilder über diese Art zu verlinken.

Der Hauptfilm wird auf gleiche Weise wie das animerte Menü eingefügt. Im Track Editor kann man Audio Tracks zum Video hinzufügen, genauso wie einen leeren Subpicture Track, indem man im HauptmenüNew - Subpicture Stream anwählt. Danach wechselt man zum Simulation Window und drückt den violetten Button (vierter Button von rechts, mit einem T darauf) um den Subtitle Editor aufzurufen. Da das Untertitel Format in der Dokumentation nicht behandelt wird bedeutet dies, daß wir passende erstellen müssen.

Diese Buttonleiste erlaubt das Einstellen der Attribute der Untertitel. Der Button erstellt einen neuen Untertitel auf dem Video Stream. Man geht zur Position wor man den ersten Untertitel einfügen möchte und drückt den o.g. violetten Button. Hierdurch wird ein Textfeld über dem Video erstellt, welches man bzgl. Größe an seine Bedürfnisse anpassen kann. Man wählt einen Font, Fontgröße, ändert Font Attribute und die Ausrichtung mit der oben gezeigten Buttonleiste.

Huch.. ein Fehler. Aber es geht ja darum zu zeigen wie sowas aussieht. Um eine neue Zeile zu beginnen muß man Shift+Enter drücken. Dann spult man das Video um mindestens vier Sekunden vor, dann wird der Untertitel gespeichert. Interessanterweise sind die Untertitel in "Matrix" ebenfalls vier Sekunden lang, schaut man sich mit Hilfe von Subrip den Timecode an - Zufall oder kam hier auch Scenarist zum Einsatz?

 

Der Vorgang wird solange wiederholt bis alle Untertitel definiert wurden. Danach legt man nich die Farben der Untertitel fest:

Man dürfte allmählich mit diesem Menü vertraut sein. Die Standardeinstellungen sind wirklich nicht schön. Ganz klar, wir wollen weiße Untertitel, also setzt man E1, E1 und P auf weiß, 100% Intensität. Auf diese Weise werden alle Untertitel in einem schönen weiß dargestellt, ganz so wie bei den meisten verkauften DVDs.

Nachdem man alle Subtitles definert hat kehrt man zum Track Editor zurück. Man erkennt, daß der Subpicture Stream nun viele kleine, untergeordnete Teile beinhaltet:

Klick man einen der grauen Balken im Subpicture Stream an (jeder steht für einen Untertitel), kann man im Property Window die Länge des Untertitels einstellen, die Standardeinstellung ist zwei Sekunden:

Schritt 3: Definieren der Kapitel

Nun zieht man den eigentlichen Film in den Track Editor, fügt Audiokanäle und Untertitel hinzu. 

Am unteren Rand sieht man die Zeitleiste für die Szenen. Man kann den grauen Slider hin und her bewegen und dann den Make Scene Button drücken. Durch die Auswahl eines Szenenplatzhalters kann man die Anfangszeit im Property Browser genauer einstellen:

Und hier ist die Buttonleiste zum Erstellen der Szenen:

Der zweite Knopf von rechts erstellt eine neue Szene, der mit der Kamera erstellt einen neuen Angle, der mit dem Lautsprecher einen neuen Audiokanal und der ganz rechts einen neuen Untertitel. 

Für jede hinzugefügte Szene wird ein neues Icon zu der Trackdarstellung auf der linken Seite des Fensters hinzugefügt. Die Tracks findet man auch im Assetbereich des Fensters im Bereich rechts unten:

Nun kehrt man zum Scenario Editor zurück und zieht den Track, den man gerade erstellt hat auf den gegenwärtigen Titel. Durch einen Doppelklick auf das PGC erhält man eine Liste der definierten Szenen. Man kann nun durch Drag & Drop Links zu den Kapitel im Scenario Editor erstellen. Mehr darüber im Schritt 4: Navigation festlegen.

Schritt 4: Navigation festlegen

In der Standardeinstellung ist das erste Play Item mit dem ersten Titel verlinkt. Danach liegt es an einem selbst, was genau während des Abspielens geschieht. Scenarist erlaubt das definieren von Pre, Post, Button, Cell, etc. Befehlen. Der Pre Befehl wird vor der Ausführung des PGCs abgearbeitet, der Post Befehl nach dem Playback und die Button Befehle definieren Ereignisse für die Buttons.

Diese Buttons erlauben die Einrichtung von Links. Der PGC Button mit rotem Pfeil erstellt einen Previous PGC Link, also einen Link, der ausgeführt wird, wenn man auf der Fernbedienung den Zurück Knopf betätigt. Der blaue Pfeil definiert den nachfolgenden Link, der grüne das Ereignis beim Drücken des Enter Knopfs der Fernbedienung. Der violette Knopf definiert generelle Links z.B. möchte man das Hauptmenü mit mehreren anderen Menüs verlinken und von hier soll auch der Hauptfilm abgespielt werden. So klickt man auf die Btw Kennung des PGCs der im Scenario Editor das Hauptmenü repräsentiert und zieht mit gedrückter Maustaste den Pfeil auf ein anderes PGC, z.B. den Hauptfilm. Beim Loslassen des Mausknopfes wird man gefragt, welche Art Link erstellt werden soll:

Es ist möglich eine ganze Reihe von Kommandos zu haben, die mit einem einzelnen Button verbunden sind. Für den Augenblick werden wir nur einen Post Befehl hinzufügen. Daraufhin öffnet sich das Simulation Window und man muß auf den gewünschten Button klicken, den man damit assoziert haben möchte. Das Ergebnis sollte so ausschauen:

Ich hoffe, dieses Bild veranschaulicht den Vorgang etwas. Das PGC auf der linken Seite ist das animierte Hauptmenü mit den vier Schaltflächen, aber im Augenblick sind nur drei Button Links definiert. Man kann Btns neben dem PGC anklicken und einen Link zu einem anderen Element ziehen, z.B. zu dem PGC mit der Bezeichnung transition1-audio_1-t-pgc, welches ein Transitionsmenü ist, welches durch einen Postlink mit dem PGC für animierte Kaiptelauswahl verbunden ist. Ein weiterer Linkg geht vom Hauptmeü zum statischen dreamworld Menü, für das noch Buttons erstellt und Ereignisse definiert werden müssen. Wenn man ein komplettes Menü erstellt wird das ganze schnell unübersichtlich, aus welchem Grund man verschiedne Elemente auf mehrere Titel aufteilen kann. Man kann einen solchen Titel "öffnen un schließen", was bedeutet, daß alle Elemente eines bestimmten Titels sichtbar bzw. unsichtbar sind. Man klicke auf Title_1 um dies zu beobachten.

Schritt 5: Mastern der DVD

Nach dem Erstellen der DVD ist es an der Zeit sie zu testen. Wir wechseln zum Layout Editor:

Als Format wählt man DVD Video, gibt das Zielverzeichnis an und macht ein Häkchen bei Create DVD Video und Create Disc Image. Die Standardsektorengröße von 2048Bytes ist in Ordnung. Da ich nicht genug Geld habe meine eigenen DVDs zu mastern werde ich nicht über Dual Layer Dinge reden. Wenn man daran interessiert ist, schlage man im Handbuch nach. Der PDVD Editor erlaubt einige Einstellungen der zu erstellenden Disk vorzunehmen.

Anmerkung: Ohne CSS Lizenz dürfte es kaum möglich sein, seine eigene DVD zu verschlüsseln.

Volume Name ist der Name der DVD. Auf Abspielgeräten sind diese Information allerdings alle ziemlich nutzlos. Nach dem Schließen des Fensters und Drücken des Start Buttons darf man sich dann an einer Reihe lustiger Fehlermeldungen erfreuen, die kein Normalsterblicher wirklich versteht.

Scenarist ist ein ergonomischer Albtraum.. es sollte zumindest eine Art Vorabvalidierung geben, wie z.B. in DVDMotion, mit dem während der Arbeit immer überprüft werden kann, ob Links fehlen oder sonstige Fehler auftreten.

Falls alles glatt geht kann man die Disk brennen. Eine Anleitung dazu findet man im miniDVD Guide.



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