Transcodieren einer DVD

Zuerst muss eine Streamliste der VOB Dateien erstellt werden. Hier ist ein Beispiel:

CFFL
VTS_01_1.VOB
VTS_01_2.VOB
VTS_01_3.VOB
VTS_01_4.VOB
VTS_01_5.VOB
VTS_01_6.VOB

Die erste Zeile enthält CFFL und nichts anderes. Dann liste die VOBs in numerischer Reihenfolge auf. Jetzt speichere alles als movie.cffl (um sicher zu gehen, dass du alle Dateien angewählt hast, nutze (*.*). Notepad nutzt grundsätzlich die Erweiterung *.txt  beim Speichern.  Im Explorer musst du movie.cffl.txt nun in movie.cffl umbenennen, da du beim Öffnen in ReMPEG2 die Datei sonst nicht findest.

Nun starte ReMPEG2.

Drücke "Open" und wähle deine movie.cffl Datei. ReMPEG2 analysiert nun alle VOBs und zeigt eine Menge Dateien im Log Fenster an. Danach ist eine movie.cffl.vinf Datei erstellt. Diese Datei enthält eine Menge Daten über deinen Video-Stream (Bei einem erneuten Laden der Dateien wird diese Datei genommen, anstatt einer erneuten Analyse).

Nun geht es um die Bitrateberechnung. Wenn dich die Anzeige verwirrt, nutze die einfachere Alternative: DVD-R Calculator.

Nun lass uns mal unser Ergebnis anschauen: Die "average bitrate" (durchschnittliche Bitrate) ist 5490000 bit/s.

Wir wollen 4.37 GB (4.7 Milliarden Bytes) haben, um den gesamten Platz auf einer DVD-5 für den Film zu nutzen. Ziehe die Größe der VOBs für die Movie Extras, die Menüs und ifo-Dateien von der Gesamtgröße ab. Im Beispiel von Bait sind die Extras nur 7.5MB groß, was uns also eine Größe von 4'692'135'680 Bytes für den Hauptfilm lässt.

Die Größe der Hauptfilm-VOBs ist im Moment 5'141'125'120 Bytes, wovon der aktuelle Video-Stream 4'706'988'750 Bytes benötigt (multipliziere die Länge, wie in ReMPEG2 gezeigt, mit der avg. Bitrate und dividiere durch 8, um von Bits auf Bytes zu bekommen). Wir haben außerdem 434'136'370 Bytes für den Audio-Stream, Untertitel-Stream und Navigationsteile in den VOBs. Wenn du das von dem freien Speicheplatz (4.37GB - 7.5MB) abziehst, erhalten wir 4'257'999'310 Bytes für den neuen Video-Stream. Dividiere diese Zahl durch die Größe des gegenwärtigen Streams, um den Reduzierungsfaktor für die Bitrate zu bekommen. In diesem Fall kommen wir auf 0.904, d.h. der neue Video-Stream hat eine Bitrate, die 90.4% von der originalen Bitrate  beträgt, damit er auf die neue DVD passt. Nun gehe zu "Options" in ReMPEG2.

Nutze den "scale factor" Regler um den korrekten Wert einzustellen (90% in unserem Fall). Nun wird dir die sich aus deinem Scale Factor ergebene avg. Bitrate ("resulting average bitrate") angezeigt. Es besteht keine Notwendigkeit "limit max bitrate" zu aktivieren.

Wenn du willst, kannst du die "bit allocation" für die Frame Typen anpassen. Ich lasse sie auf den Grundeinstellungen stehen.

Nun wähle die Auflösung für die Ausgabe unter "Output Resolution". Für eine DVD kommen nur 352x und 720x Auflösungen in Frage (die 480x darf nicht genommen werden!!).

Setze unter "Frame Mode" die Auswahl auf "match source" um die Originalstruktur zu übernehmen.

Hinweis: Wenn man auswählt, wo die .m2v Datei gespeichert werden soll, muss man denselben Ordner angeben, in dem auch die VOB Dateien liegen!

Wenn alles eingestellt ist, gehe zurück zum Hauptfenster und drücke "Encode".

Leider ist ReMPEG2 sehr langsam, sodass du in der Zwischenzeit lieber was Sinnvolles machst, bis das Transcoding beendet ist. Wenn alles durchgelaufen ist, hast du eine .m2v Video Datei.

>> Zurück


Last edited on: 11/07/2002 | German translation by: eDealer | Content by Doom9.net - The definitive DVD backup resource