Cinema Craft Encoder Anleitung

Starte CCE. Wie du sehen kannst, ist die Benutzeroberfläche nicht gerade benutzerfreundlich und ich hatte einige Zeit gebraucht um zu verstehen, wie ich eine Datei für das Encoden lade.

Eine kurze Anmerkung: Diese Anleitung basiert auf CCE 2.50. Der CCE 2.62 und CCE 2.64 kann keine VirtualDub Frameserver-Datei laden. Daher benutze entweder CCE 2.50 oder arbeite nach folgender Vorgehensweise: Lade die d2v-Datei in TMPG, mache alle Einstellungen für das SVCD Encoding und speichere die Projektdatei. Wandle diese mit VFAPI in eine Pseudo-AVI und lade diese in CCE. Wird der Untertitel gebraucht, öffne das TMPG Projekt in AVIUtl, benutze VobSub für die Untertitel (selbe Einstellungen wie für VirtualDub); anschließend das AVIUtil Projekt mit VFAPI laden und eine Pseudo-Avi erstellen. Diese dann mit CCE laden. Du wirst bemerken, dass sich diese Methode sehr negativ auf die Performance auswirkt. CCE 2.62 ist auch nicht in der Lage, Avisynth-Dateien zu öffnen (es behauptet "Is not an AVI file").

Wenn du das Fenster aufmachst, wirst du feststellen, dass du deine Quelldatei nicht laden kannst. Klicke mit der rechten Maustaste in das Fenster und anschließend auf "Add". Der CCE kann standardmäßig weder VirtualDub Frameserver-Dateien (.drv) noch AviSynth-Dateien (.avs) laden. Stelle daher im Öffnen-Dialog den Dateityp auf "All files", ansonsten stehen dir nur .dv, avi und .mov zur Auswahl.



Zum Konfigurieren des Encoders auf die geladene Datei rechtsklicken und auf Edit klicken.

 



Folgendes Fenster öffnet sich. Hier kannst du deine Encoder-Einstellungen vornehmen. Der CCE ermöglicht das Encoding in mehreren Durchgängen ("multi pass") mit variabler Bitrate, was für ein besseres Ergebnis sorgt. Dabei werden die Bilder mehrfach berechnet, was auch mehr Arbeit für den CCE bedeutet, als nur einfach zu encoden. Wenn du eine AVI-Datei oder eine VFAPI AVI benutzt, ist dies kein großer Coup, aber FlaskMpeg unterstützt diese Funktion nicht, es sei denn, man benutzt eine besondere Version, die man auf der Software-Seite herunterladen kann.

ES bedeutet elementarer Stream, also Audio und Video werden seperat bearbeitet. PS bedeutet Programm Stream und im End-Resultat ist es ein gemuxter Audio/Video Stream (muxen heißt in etwa verflechten).

Bei One pass-VBR kann man einen Q-Faktor zwischen 1 und 300 einstellen. Je kleiner, desto besser die Bildqualität. Überdies kann mna ein maximale und eine minimale Bitrate angeben.

Bei Multipass kannst man auch die gewünschte Bitrate angeben. Überdies kann man die Anzahl der Durchläufe festlegen und ein eigenes Bitratemanagement erstellen (über den "Advanced"-Button). Für das Bitratenmanagement ziehe das CCE-Handbuch zu Rate, da diese Einstellungen sehr kompliziert sind.

Du kannst auch in Mpeg-1 encoden, wenn du willst.

Da es Probleme mit dem Surround Audio unter CCE gibt, deaktiviere diese Möglichkeit und erstelle nur eine Video-Datei. Diese Anleitung beschreibt eine bessere Methode für die Audiobearbeitung als diejenige, die CCE bietet.

Unter "other settings" hast du Zugriff auf spezielle Video-, Audio- und Qualitätseinstellungen. Die meisten Einstellungen sind recht klar, wie etwa die Audiobitrate und die Samplingrate. Du kannst im Normalfall die GOP-Einstellungen beibehalten. Wähle auf keinen Fall "DVD compliant" in den Videoeinstellungen, es sei denn, du möchtest eine miniDVD erstellen. Wähle Progressive Frames, wenn du mit 23.976fps encoden möchtest, ansonsten wähle es nicht aus.


Die anderen Einstellungen sind interessanter:
Hier kannst du einstellen, wie die Bitrate verteilt werden soll. Je mehr du den Schieber nach links bewegst, desto mehr wird die Bitrate auf komplexen Abschnitte zugeteilt.

Der anti noise Filter ist nötig, wenn deine DVD Bildrauschen aufweist. Bei guten DVDs ist diese Einstellung überhaupt nicht nötig.

Klickst du auf Setting im Encoder Setting und machst anschließend einen Rechtsklick auf die geladene Datei, kannst du einen Bereich zum Encoden auswählen und eine externe Audioquelle angeben.


Die externe Audioquelle kannst du benutzen, wenn du vorher mit DVD2AVI die Audiospur mit demux erzeugt hast. Wichtig ist, dass die Quelle eine Samplingrate von 44.1KHz hat, damit sie VCD- oder SVCD-kompatibel ist. Der CCE downsampled die Audiospur nicht; das muss man vorher machen.

 



Nachdem alles eingestellt ist, drücke auf OK und dann GO im Hauptfenster... Schau auf die Uhr, der CCE encodiert wirklich schnell.. 

Am Ende hast du eine mpv und eine mpa Datei; oder eine mpg, wenn du PS (Programm Stream) unter Stream Type ausgewählt hast.

 

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Last edited on: 08/30/2002 | German translation by: Gleitz | Content by Doom9.net - The definitive DVD backup resource