Das Beste aus dem CCE rausholen

Der CCE, derzeit einer beliebtesten MPEG-2 Encoder (und MPEG-1 kann er auch) hat eine Option, der bis vor kurzem keinerlei Beachtung geschenkt wurde, bis ein Artikel auf robshot.com - derzeit down - erschienen ist, der den Umgang damit erklärte. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten viele nicht einmal, dass diese Option existierte und selbst ich sah keinen Bedarf sie zu untersuchen. Zum Teil kann es auch daran gelegen haben, dass viele CCE Cracks (nicht jeder ist bereit, den hohen Preis des CCE zu zahlen) diese Option gesperrt haben. Egal warum, der CCE hat einen Advanced Mode, in dem man die Bitratenverteilung manuell auf der GOP Ebene anpassen kann. Diese Anleitung zeigt, wie man diese Option nutzt und wie man bessere Ergebnisse erhält, durch Reduzierung der Durchläufe (Passes) und ein ziemlich schnelles manuelles Eingreifen zwischen dem ersten und dem zweiten Durchlauf.

Diese Anleitung basiert auf einem Artikel von robshot.com, was mit seiner Genehmigung für diese Seite geschieht.

Man benötigt folgende Software für diese Anleitung:

CCE SP - Anmerkung: Die Demoversion zeigt ein Logo in jedem encodeten Film. Du kannst die Vollversion online kaufen (ohne Logo).
BitrateViewer
DVD2AVI
ChapterXtractor
VFAPI oder Avisynth & mpeg2dec

Bitte beachtet, dass diese Anleitung nicht komplett ist. Sie endet mit einer DVD kompatiblen MPEG-2 Video- und einer AC3-Datei, aber man kann diese natürlich in ein beliebiges DVD Authoring-Programm laden und eine DVD-R erstellen, die auf einem entsprechenden Player abgespielt werden kann.

Sschritt 1: Erstellen eines DVD2AVI Projektes

In diesem Schritt erstellen wir eine DVD2AVI Projekt Datei. Diese Projekt Datei kann später für das Frameserving, in eine pseudo-AVI Datei konvertiert werden.  Vergiss bitte nicht, die genannten Werte in der Anleitung zu notieren.

Schritt 2: Das Frameserving

Unter Zuhilfenahme des VFAPI Konverters transformieren wir unser DVD2AVI Projekt in etwas, was der CCE öffnen kann.

Wenn Du den CCE 2.50, CCE 2.64.01.10 oder CCE 2.66 hast, kannst du auch das etwas kompliziertere, aber wesentlich schnellere AviSynth nutzen.
Um AviSynth nutzen zu können, starte den Editor und kopiere folgende Zeilen hinein:

LoadPlugin("C:\PROGRAMME\mpeg2dec\mpeg2dec.dll")
mpeg2source("D:\rmd\rmd.d2v")
ResampleAudio(44100)

Dann ersetze die Pfadangaben der mpeg2dec.dll durch den korrekten Pfad zur Datei auf deinem System und mache dasselbe noch mal für den mpeg2source Befehl. Die letzte Zeile lässt den CCE annehmen, das die Eingabedatei einen Audio Track enthält. Ansonsten kann es zu einem Crash, des CCE, auf einem System mit einem AMD Prozessor kommen. Nun speichere die Datei als "movie.avs" und stelle sicher, das du bei Dateityp *.* eingestellt hast, sonst erhältst Du wohlmöglich eine Datei "movie.avs.txt", die als movie.avs angezeigt wird, weil die bekannten Erweiterungen unter Windows (txt) deaktiviert sind und somit nicht angezeigt werden!

Schritt 3: CCE

Die Anleitung bezieht sich auf den CCE 2.50, aber der CCE 2.62 und CCE 2.64 haben fast die selben Eingabefenster, sodass man es leicht übernehmen kann.

Starte den CCE, klicke mit der rechten Maustaste in das weiße Fenster und lade dein VFAPI AVI oder .avs Script über "add".


Dann klicke mit der rechten Maustaste auf die angezeigte Zeile und wähle "edit":

Stelle sicher, dass der " Video information file" aktiviert ist und dass die Video Datei auf ES (Elementary Stream) gesetzt ist. Zusätzlich ist "Audio file" zu deaktivieren. Wir benötigen keine mp2 Datei, da wir die AC3 nutzen werden, zudem ist das Audio Encoding im CCE sehr fehlerhaft und kann Abstürze verursachen.

Als erstes ist der "Video encoding Mode" auf "One pass VBR" zu stellen, die MPEG-2 Option zu aktivieren und der "Quantization factor" auf 60 zu stellen. Die min. Bitrate setzen wir auf 0 und die max. Bitrate auf  9800.
 

INFO: In Abhängigkeit von der Anzahl der Audio und Untertitel Tracks, sowie dem Film an sich, kann eine zu hohe Bitrate entstehen und eine Fehlermeldung "Total Bitrate is too high" in deinem Authoring Programm hervorrufen. Ich habe schon einige Male 2 x 384kbit/s AC3 Tracks und 2 Untertitel Tracks genutzt und war immer im Rahmen. Je mehr Tracks man nutzen will, um so höher wird jedoch das Risiko einer zu hohen Bitrate. In einem solchen Fall muss man die max. Bitrate absenken auf z.B. 9500 oder gleich 9000 (nutze diesen Wert auch im 2. Durchlauf!!).

Dann drücke den "Video" Button unter "Other settings" im unteren Bereich des Fensters:

Setze den "Luminance level" auf "16 to 235", "Intra DC precision" auf "auto", "Aspect ratio" auf  DAR 16:9 (außer du hast gerade einen 4:3 Film, dann setze den Parameter auf DAR 4:3).

Versichere dich, das der "Timecode" auf 00:00:00:00 gesetzt ist, da man sonst Probleme beim Import in das Authoring Programm bekommen kann. Setze die Haken bei "DVD compliant", "Add sequence end code" and "Linear quantizer scale".

 

 

Die weiteren Parameter hängen von der Quelle ab. Nutze den Bitrateviewer um in der ersten VOB Datei diese Parameter heraus zu finden. Hier ein Beispiel:

Die 4 Parameter am unteren Ende sind wichtig. Wie man sehen kann, ist die "Picture structure" = frame, das heißt der Inhalt ist Frame- und nicht Fieldbasierend. Man muss also "Progressive frames" in den Settings des CCE aktivieren. Der "DCT type" = Frame untermauert diese Einschätzung, denn wenn der Inhalt interlaced wäre, würde bei "DCT type"= Field angezeigt werden.

"Field topfirst"=no, deshalb deaktivieren wir "Upper field first" im CCE.

Die "Quantscale"=Nonlinear würde zur Deaktivierung von "Linear quantizer scale" im CCE führen, aber der Author dieser Methode sagte mir, das "Linear quantizer scale" eine bessere Qualität ergibt.

Als nächstes ändern wir die GOP Einstellungen:

Setze den N/M Parameter der "GOP sequence" auf 4 und lasse den M Parameter auf 3, sonst beschwert sich das Authoring Programm. Zusätzlich setze den "SEQ header" auf "every 1 GOP" und lasse die beiden andern Optionen deaktiviert.

Nun konzentrieren wir uns auf die Qualitäts-Einstellungen:

Setze die "Image Quality Priority" mit dem Regler auf 5 und deaktiviere den "Anti noise Filter". Eine DVD Quelle hat normalerweise eine ausreichend hohe Qualität, sodass man den Filter nicht benötigt, zumal wir genug Bitrate zum Codieren, selbst für komplizierte Inhalte, haben. Für Quellen mit sehr schlechter Qualität (z.B. sehr alte DVDs, oder kein DVD MPEG-2 Inhalt), kann man diesen Parameter jedoch nutzen.

Drücke "OK" um zurück zu den Einstellungen zu kommen und noch mal "OK" um zurück zum Hauptfenster zu gelangen. Nun speichere das aktuelle Projekt (File - Save) als "movie.ecl" und schließe den CCE. Jetzt startet man den ChapterXtractor und lädt die Ifo Datei des Hauptfilms. Gehe zum Format tab und definiere ein neues Format wie unten beschrieben:

Um das zu tun, wähle ein leeres Preset aus der Presets Dropdown Liste, dann drücke den Button direkt daneben um einen Namen zu vergeben (hier CCE). Im Anschluss stellst du sicher, das die Header Zeile leer ist, schreibst bei Format "chapter=%f:" hinein und speicherst durch Drücken des Buttons auf der rechten Seite der Format Zeile das neue Preset. In dem Fall, dass es sich um einen NTSC Film handelt, darf die Änderung der FPS Rate im ChapterXtractor auf  23976 nicht vergessen werden. Nun kopiere (mit der Maus markieren und mit Control-C kopieren) den Inhalt aus dem Hauptteil des Fensters, was ungefähr folgenden Inhalt hat:

chapter=0:
chapter=5626:
chapter=11592:
chapter=17771:
chapter=22502:

Kopiere alle Zeilen und öffne die CCE Projekt Datei (movie.ecl) mit dem Editor. Gehe ans Ende der Datei , die ungefähr so aussieht,:

[file]
name=D:\SWORDFISH\VIDEO_TS\swordfish.avs
type=0
frame_first=0
frame_last=142829
encode_first=0
encode_last=142829

und füge die Zeilen aus dem ChapterXtractor am Ende der Datei ein:

[file]
name=D:\SWORDFISH\VIDEO_TS\swordfish.avs
type=0
frame_first=0
frame_last=142829
encode_first=0
encode_last=142829
chapter=0:
chapter=5860:
chapter=11877:
chapter=16979:
chapter=21775:

Nun speichert man die .ecl-Datei ab und startet den CCE erneut, in den man dann diese Projekt Datei lädt. Jetzt drücke den "Encode" Button. Alles was man jetzt noch tun kann ist warten, bis der CCE seine Aufgabe erfolgreich beendet hat. Wenn man einigermaßen moderne Hardware im Einsatz hat, kann man eine Codierung erwarten die schneller als Real-Time (Echtzeit) ist, erst recht, wenn man AviSynth benutzt. Ich erhalte ca. 1,45fache Real-Time auf einem Athlon XP 1800, d.h. die Wartezeit ist nicht so unerträglich lang, als wenn man TMPG benutzen würde.

 

Nachdem der CCE fertig ist, hat man zwei Dateien: eine vaf-Datei, die Informationen über den Video Stream enthält und eine mpv-Datei. Normalerweise hat sie nicht die gewünschte Größe und wir wollen ja auch noch weiter anpassen, aber um sicher zu gehen kontrolliere sie doch mal und wenn sie für dich passt, bist du schon durch.

Zusätzliche Info zum CCE: Wenn du mehrere Dateien mit den selben Einstellungen auf einmal encoden willst, nutze die die CCE's Templates. Klicke auf "Standard" unter "Template" im Hauptfenster des CCE, um an die Template Einstellungen zu gelangen:

Als erstes vergibt man einen Namen für das Template. Dann stellt man sicher, das "Video files" mit "ES" und "Video information file" als Output files aktiviert sind und "Audio file" deaktiviert ist (, da die Audio Bearbeitung im CCE ja nicht besonders gut ist).

Der Rest der Einstellungen ist gleich, wie oben bereits beschrieben. Es müssen also die Video, GOP und Quality Settings entsprechend eingestellt sein..

Wenn das getan ist, drücke den "Add" Button um ein neues Profil zu speichern, oder den "Replace" Button um das "Standard" Profil zu ersetzen (das wäre die richtige Vorgehensweise, um sicher zu stellen, dass die gewählten Werte ab diesem Zeitpunkt als Grundeinstellung geführt werden).

Wenn man nun neue Dateien durch "add" hinzufügt, muss nicht alles neu eingestellt werden, da die Einstellungen des Standard Profils vorbelegt sind und somit genutzt werden.



 

Schritt 4: Zweiter Durchlauf (2nd pass)

Derweil der CCE noch geöffnet ist, wähle nun erneut "edit".

Ändere den "Video Encoding mode" auf "Multipass VBR" und setze die Passes auf "1". Die Avg. Bitrate wird auf 2000 gesetzt, die Min. Bitrate auf "0" und die Max Bitrate auf 9800. Dann drücke den "Advanced" Button.

Jetzt verhält sich CCE wie TMPG. Er nimmt die CPU in Beschlag und es tut sich eine weile gar nichts. Abhängig von dem PC, kann es einige Minuten dauern bis der CCE "zurück kommt".

Als erstes muss man die "Q.scale" prüfen/aktivieren (am oberen rechten Rand vom Fenster) und du wirst etwas ähnliches wie im Screenshot zu sehen bekommen. Der Graph hat folgende Bedeutung: Die rot/weiße Linie repräsentiert die durchschnittliche "quantization scale" der I-Pictures, die grüne Linie die durchschnittliche "quantization scale" der P-Pictures und die rote Linie die durchschnittliche "quantization scale" der B-Pictures. Die gelbe Linie repräsentiert die durchschnittliche" quantization scale" der  jeweiligen GOP-Einheit.

Je niedriger diese Linien sind, desto geringer ist die Verzerrung des Bildes. Der Hintergrund wird ebenfalls eingefärbt, um die relative Qualität zu zeigen. Wenn der Hintergrund grün ist, signalisiert das gute Qualität, grau bedeutet Standard Bildqualität und ein roter Hintergrund bedeutet deutliche Bildverzerrungen. Das Ziel sollte sein, hier soviel grüne Bereiche  zu haben wie nur möglich.

Bevor wir in die Details gehen, ein paar grundsätzliche Infos. Man kann den Regler nutzen, um sich im Video Stream hin und her zu bewegen. Auf der linken und rechten Seite des Reglers sieht man die Zeitangabe des Start- und Endpunktes des Graphen, der gerade angezeigt wird. Mit dem Plus, Minus, Up und Down Buttons, auf der rechten Seite des Anzeigefensters des Graphen, kann man die Skalierung für den Graphen ändern.

Mit den Buttons von "Position" kann man einen bestimmten Teil der Zeitskala überspringen:  +-10m heißt Plus/Minus 10 Minuten, +-1m heißt Plus/Minus 1 Minute, +-10s heißt Plus/minus 10 Sekunden und +-GOP heißt Plus/Minus eine GOP. Man kann auch einen bestimmten Zeitpunkt einen Label verpassen, indem man einen Namen im "Label" Feld eingibt und den "Set" Button drückt. Die Dropdown Liste darunter wird dann aktiv. Zu guter Letzt, kann man auch die "Goto" Felder nutzen um einen bestimmten Zeitpunkt direkt zu wählen und dann den "Jump" Button drücken um exakt zu diesem Zeitpunkt zu springen.

Die doppelte vertikale orange Linie markiert den aktuellen Punkt im Film, für den man zusätzliche Informationen in der "Current GOP information"  sehen kann. Diese Linie wird erst angezeigt wenn man sich in den Video Stream hinein bewegt hat.

Wichtig sind auch die Angaben unter "Stream information". Hier wird die voraussichtliche Größe in bytes angezeigt. Der "Q factor" ist ebenfalls sehr wichtig. Du wirst einen "Q factor" von 9 oder weniger benötigen (um 95% Grün in der Darstellung zu erreichen). Je niedriger dieser Wert ist, um so höher ist die Gesamtqualität. Nun gibt es zwei Arten diesen Wert zu senken. Zum einen, die Nutzung der "Global bitrate settings", welche die Bitrate global erhöhen würden. Klar heißt das, das die Gesamtgröße der Datei damit ebenso stark ansteigt.  Die Alternative sind die "Local bitrate settings". Wenn man einen gewissen Teil des Videos siehst, wo die Qualität viel niedriger ist als im Rest, dann kann man die "Local bitrate settings" benutzen, um genau in diesem Teil des Videos die Qualität zu erhöhen.

Bevor wir weiter machen, drei weitere Dinge: Erstens, setze die "bias" in den "global bitrate settings" auf  0. Zweitens, man kann die "Bitrate Step" Werte anpassen. Die Grundeinstellung erhöht den Bitratewert um 0.5mbit, was vernünftig arbeitet, wenn es um die "local bitrate settings" geht. Wenn man aber die Optimierung eines kleinen Bereiches fertig gestellt hat und will zusätzlich die "global bitrate" erhöhen,  nutzt man lieber einen kleineren Bitratewert. Es gibt ein Anzeigefeld rechts unter der Graphenanzeige, das den Kalkulationsstand anzeigt. Wenn es "clean" anzeigt, ist alles erledigt, aber wenn es "planning" anzeigt, ist der CCE am Kalkulieren. Man kann auch Operationen ausführen während der CCE kalkuliert, vorausgesetzt dass man ein stabiles Betriebssystem benutzt (NT, W2K, XP). Nur um sicher zu gehen, würde ich die Bitrate nicht in 10er Schritten ändern, während er kalkuliert.

Nun kann es losgehen. Leider wird dies ein paar Minuten deiner Zeit in Anspruch nehmen. Beweg dich durch den Film in einer linearen Weise (nicht zurück gehen), nutze dazu den +10s Button um 10 Sekunden vorwärts zu spingen und behalte dabei den Graphen im Auge. Wenn du einen grauen Hintergrund bekommst, wirst du Veränderungen vornehmen müssen:

Nutze den "-GOP" Button um den Anfang des grauen Bereiches zu finden, dann drücke den "Set" Button auf der rechten Seite neben dem "In" Feld. Bewege dich vorwärts zum Ende des grauen Bereiches und nutze den "Set" Button um die "Out" Position zu markieren. Nun beginne die min Bitrate zu erhöhen. Dann drücke den "Set" Button unten und lass den CCE eine neue Kurve (Graphen) berechnen. Wiederhole das bis der graue Bereich grün ist (du wirst sehen, wie sich die farbigen Zeilen beginnen werden zu verändern, wenn du die Bitrate erhöhst). In einigen Fällen wird es dir nicht gelingen den grauen Bereich voll zu beseitigen, da bereits die max. Bitrate genutzt wird (das kann man sehen, wenn man die Ansicht auf "bitrate" ändert). In diesem Fall kann man nichts machen und du kannst zur nächsten Position weiter gehen.

Wenn du "Set" (unten) drückst, werden die Einstellungen beibehalten, bis die "global bitrate" verändert wird. Wenn man aber graue Bereiche korrigiert hat, möchte man eventuell die Änderungen fixieren. Nutze dazu den "Fix" Button, die manuellen Änderungen werden dann in diesem Bereich permanent erhalten, selbst wenn die "Global bitrate" erhöht wird.

Wenn man durch den gesamten Film durch ist und die grauen Bereiche so gut wie möglich entfernt hat, schaut man sich erneut die Gesamtgröße der Dateien an. Als Daumenwert kann man die Größe des Video Streams zu den Audio Streams addieren und das Ganze mit 1,05 multiplizieren. Damit erhält man grob eine zu erwartende Größe der erstellten DVD (sicher, da gibt es noch die Extras die ebenfalls Platz benötigen) wenn noch etwas Platz übrig ist, kann man nun die "global bitrate" erhöhen um den Platz zu nutzen, oder man ist in der Lage einen zweiten Video Stream auf die selbe DVD-R zu quetschen. In jedem Fall ist es sehr schwer den Unterschied zwischen der original DVD und deiner Kopie zu erkennen, wenn du nur noch grüne Bereiche hast.

Wenn man alles eingestellt hat drückt man den "Close" Boutton. Man kann die Bildqualität weiter steigern, indem man die Anzahl der Durchläufe (passes) erhöht. Dadurch bekommt man eine bessere Bitrateverteilung in schwer zu codierenden Bereichen (ungefähr 5% bei komplexen Frames). Dann drücke wieder "OK" und starte das Encoden.

Man erhält dann eine .mpv Datei , die man in .m2v umbenennt, so das alle Authoring Programme wissen, was sie mit der Datei anfangen sollen.

Schritt 5: Pulldown (nur NTSC)

Wenn man einen NTSC Film hat wird man es als 23.976 encoded haben und feststellen, das kein Authoring Programm den Video Stream akzeptieren wird. Das liegt an der falschen Framerate. Nutze "pulldown.exe" für die Datei, wie folgt:

    pulldown input.m2v output.m2v

Pulldown ist ein Command Line Utility, das heißt man kann es nicht einfach mit einem Doppelklick starten, sondern geht über die Eingabeaufforderung (Start/Ausführen..) um es zu starten. Wenn man es ausgeführt hat, ist man fertig und das Ergebnis sollte nun von jedem Authoring Programm akzeptiert werden.

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This document was last updated on 10/16/02


Last edited on: 11/18/2002 | German translation by: eDealer | Content by Doom9.net - The definitive DVD backup resource