Ripping Glossar von Doom9

Diese Übersicht beansprucht weder Vollständigkeit noch absolute Korrektheit für sich. Es ist eine Übersicht über häufig vorkommende Abkürzungen und Begriffe beim Thema DVD-Video und Ripping. Gewisse Erklärungen sind auch absichtlich vereinfacht dargestellt. Melde dich, wenn du der Meinung bist, ein Eintrag wäre nicht korrekt oder wenn du eine Idee für einen neuen Eintrag hast.

Glossar
  • AAC
  • Authentication
  • AC3
  • ASF
  • AVI
  • BUP
  • Cell (ID)
  • Codec
  • DAR
  • Deinterlace
  • Demultiplexing (demux)
  • Descrambling
  • Digital Video
  • DivX
  • DIVX
  • DRC
  • Field
  • FourCC
  • Formate zur DVD Konversion
  • Frame
  • Interlaced
  • I und P Frames
  • Interleaving
  • Inverse Telecine (IVTC)
  • iDCT and Wavelet
  •  
  • IFO
  • Keyframe
  • MPEG
  • MPEG4
  • MM4
  • Multipass Encoding
  • Multiplexing (mux)
  • Normalizing
  • OGM
  • PGC
  • Progressive
  • Quantizer
  • rff/tff flags
  • Ripping
  • SBC
  • Streamlist
  • Telecine
  • VBR
  • VKI
  • VM2
  • VOB ID
  • Vob Files
  • VTS
  • WindowsMedia
  • XCD
  • XviD
  •  

     

    AAC

    Advanced Audio Coding wird der Nachfolger von AC3 Audio sein. Es basiert auf AC3 und verbessert dieses auf vielen Gebieten. Zur Zeit (2003) ist die Player- und Hardware-Unterstützung für dieses kommende Audioformat immer noch sehr begrenzt.

    Authentication

    Bevor ein Film in einem DVD Player abgespielt werden kann müssen die Disc und der Player einen gesicherten Kommunikationskanal aufbauen, worüber der Film dann transferiert werden kann. Um diesen Kanal aufzubauen müssen beide Partner sicherstellen, dass die "Person" auf der anderen Seite auch wirklich die richtige ist - dies wird durch Austauschen von Schlüsseln, Verifizierungen usw. sichergestellt.

    AC3

    Ursprünglich bekannt unter dem Namen Audio Coding 3 ist AC3 heutzutage ein Synonym für Dolby Digital. Dolby Digital ist eine fortschrittliche Audiokompressionstechnologie, die es erlaubt, bis zu 6 getrennte Kanäle bei Bitraten bis zu 448kbit/s zu enkodieren. Für weitere Informationen steht die Webseite zur Verfügung.

    ASF

    Advanced Streaming Format. Microsoft's Antwort auf Real Media und Streaming Formaten allgemein.

    AVI

    Audio Video Interleave. Das meistverwendete Videoformat auf Windows PCs. Es definiert, wie Video und Audio miteinander verbunden, ohne einen Codec zu spezifizieren. (AVI ist ein sog. "Container".)

    BUP File

    Eine BUP Datei ist ein BackUP (Sicherheitskopie) einer IFO Datei. Diese Dateien befinden sich üblicherweise auf DVDs.

    Cell (ID)

    Eine Cell ist die kleinste Video-Einheit auf einer DVD. Enthält normalerweise ein Kapitel (Chapter), kann aber auch eine kleinere Einheit enthalten im Falle von Multiangles oder Seamless Branching Titeln.

    Codec

    COder/DECoder. Ein Codec ist eine Software, die es ermöglicht, etwas - normalerweise Audio oder Video - in einem spezifischen Format zu kodieren und dieses wieder zu dekodieren. Beliebte Codecs sind: MPEG1, MPEG2, MPEG-4, Indeo, Quicktime, MP3, etc. AVI, ASF, etc sind keine Codecs, sondern Formate, welche unter Verwendung verschiedener Codecs kodiert werden können.

    DAR

    DAR steht für Display Aspect Ratio und zeigt die Dimensionen (Seitenverhältnis) des Bildschirms an. Die meisten PC Bildschirme haben ein DAR von 4:3, also sind 4/3 mal so breit wie hoch. Bei Fernsehern dominieren zwar noch die 4:3 Geräte, doch 16:9 verbreitet sich zusehends. Wie man an den Zahlen merkt, sind 16:9 Fernseher breiter als welche mit 4:3 bei gleicher Diagonale und sind besser zum Anschauen von Hollywood Filmen geeignet, welche meist in einem Seitenverhältnis von 1:2,35 oder 1:1,85 aufgenommen werden (das heißt, das Bild ist 1,85 so breit wie hoch).

    Deinterlace

    Der Vorgang, einen progressiven Video Stream aus einem interlaced Stream zu gewinnen, heißt Deinterlacing.

    Demultiplexing

    Das Gegenteil von Multiplexing. Bei diesem Prozess wird ein kombinierter Audio/Video-Stream (Stream = Datenstrom) in die Anzahl der Basisstreams zerlegt, aus der er besteht (1 Videostream, mindestens 1 Audiostream und 1 Navigationsstream). Jeder VOB Encoder demultiplext die VOB Dateien vor dem Encoden (FlaskMpeg, mpeg2avi, dvd2mpg, ReMpeg2, etc) und jeder DVD Player tut dasselbe (Audio und Video werden von anderen Schaltkreisen behandelt oder auf dem PC von verschiedenen Filtern dekodiert).

    Descramblen / Entschlüsseln

    DVDs sind normalerweise per CSS verschlüsselt - stell' dir vor, man gibt jedem Buschstaben eine Nummer, angefangen mit 1 für a usw. Ein Satz würde also eine Zahlensequenz werden - das nennen wir verschlüsselt. Natürlich ist CSS viel komplizierter als das Beispiel, aber es ist trotzdem ziemlich einfach zu knacken (verglichen mit anderen Verschlüsselungssystemen). Descrambeln bedeutet, den Verschlüsselungsprozess rückgängig zu machen, also die Zahlensequenz wieder in Wörter zu verwandeln, oder unseren Film wieder anschaulich zu machen - du kannst ja mal eine VOB Datei auf die Festplatte kopieren während die DVD per DVD-Player-Software freigeschaltet ist und diese Datei abspielen, was in einem verschlüsselten und unansehnlichen Bild enden wird. Übliche Ripper benutzen (früher der Fall) entweder einen Pool bekannter Keys (DeCSS und Dodsrip - sie enthalten eine große Anzahl an Keys, aber nicht alle) oder versuchen den Key durch einen kryptographischen Angriff abzuleiten (VobDec - deswegen funktioniert es bei den meisten DVDs, da es nicht von einem Pool von DVDs abhängt).

    Digitales Video

    Digitales Video ist normalerweise komprimiert, da ein unkomprimierter Film Terabytes an Platz verschlingen würde - das sind 1000 Gigabytes (oder 10^12 Bytes für die Mathematiker unter euch). Da normale, verlustlose Komprimierungssysteme zuviel Platz verschlingen, verwendet man für Video verlustbehaftete Kompressionsalgorithmen, die gewisse Informationen weglässt, die das menschliche Auge / Ohr nicht wahrnehmen kann. Da das noch immer ausreicht, verwendet man außerdem Keyframes, I und P frames um noch mehr Platz zu sparen.

    DivX

    Nicht zu verwechseln mit den glücklicherweise nun toten DIVX (DIgital Video eXpress) System, das Circuit City anno 98 eingeführt hat. Heutzutage gibt es zwei Arten von DivX: Divx ;-) ist der Name des gehackten Microsoft MPEG4 Codecs (Windows MEdia Video V3). Diese Codecs wurden von Microsoft entwickelt, um in der proprietären Windows Media Architektur verwendet zu werden und unterstützte anfangs die sowohl AVI und ASF. Alle nicht-beta Versionen beinhalteten jedoch eine AVI-Sperre, die die Enkodierung in AVI unmöglich macht - und nur wenige Tools unterstützen ASF. Die Schöpfer von DivX ;-) entfernten nun diese AVI-Sperre, sodass man wieder in AVI enkodieren konnte und änderten den Namen in DivX Video, um Konfusion bei den Codecs zu vermeiden, denn es ist möglich sowohl den ungehackten als auch den gehackten Codec auf demselben Computer zu haben, wenn man den Windows Media Encoder benutzt. "DivX Audio" ist ein gehackter Windows Media Audio Codec - der Hack ist allerdings nicht perfekt und erlaubt nur niedrige Bitraten. Dieser Codec ist auch als DivX3 bekannt.

    Das andere DivX ist ein neuer MPEG-4 Video Codec, der von DivXNetworks entwickelt wurde. Er bietet viel fortschrittlichere Enkodierungs-Einstellungen und Enkodierung in zwei Durchgängen (2 Pass) an. Weiterhin können neue Funktionen wie die "psychovisual Enhancements" aktiviert werden, die vom Auge kaum wahrgenommene Details entfernen und so die Komprimierbarkeit erhöhen. Auch "GMC" (Global Motion Compensation) und Quarter Pixel kamen hinzu, wobei nur GMC momentan (DivX5.02) zu empfehlen ist.

    DIVX

    DIVX ist DVD minus all die tollen Features - Extras, Making-Ofs, Trailers, mehrere Sprachen, 16:9 Bild - eingeführt bei der US UE Kette Circuit City um die ganze Filmdistribution unter Kontrolle zu bringen. DIVX war pay-per-view und "DIVX-enhanced" DVD Player musste man an eine Telefonbuchse anschließen und der Player wählte sich dann in den DIVX Zentralcomputer ein um zu registrieren wann immer du einen gewissen Film schaust. Der Betrag für den Film wurde dann direkt von deiner Kreditkarte abgebucht. Ein Film kostete $4.50 - inkl 48h Mietperiode - und $2.50 für jede weitere 48h Periode. DIVX wurde nach weniger als einem Jahr Operation eingestellt da es nicht genug Titel für das Format gab (Warner, Sony, New Line und andere kleine Studios wollte keine Filme in diesem Format rausbringen - ein großes Dankeschön an diese Studios dafür) und die gesamte DVD- und Onlinecommunity dem Format gegenüber extrem negativ eingestellt war.

    DRC

    Dynamic Range Compression. AC3 Tracks haben einen Dynamik-Umfang, der häufig den von HiFi-Equipment übersteigt. Daher komprimieren die meisten Standalone und Software DVD Player den Dynamik-Umfang etwas, je nach dem tatsächlich vorhandem Dymaik-Umfang. Laienhaft ausgedrückt wird die Lautstärke dynamisch erhöht, z.B. werden Explosionen nicht oder nur ein wenig lauter, wohingegen die Lautstärke bei Dialoge deutlicher erhöht wird. Da der Player dasselbe tut, ist dies der richtige Weg, wenn man die Lautstärke erhöhen möchte.

    Field

    Interlaced Video Streams enthalten Fields (Halbbilder) statt Frames.

    FourCC

    FourCC steht für Four Character Code und ist ein Code, der ein Video Data Stream Format eindeutig identifiziert. Ein MediaPlayer liest den FourCC aus und sucht dann nach dem Codec, der mit dem FourCC Code verbunden ist, um einen bestimmten Video Stream abzuspielen. Ein paar Beispiele: DIV3 = DivX Low-Motion, DIV4 = DivX Fast-Motion, DIVX = DivX4. Den FourCC Code kann man auch ändern, falls man bei einer Datei generell einen anderen Codec verwenden möchte. Ein Tool dazu findet sich in den Downloads.

    Formate zur DVD Konversion

  • VCD: Video CD, kann in den meisten DVD Players abgespielt werde und es gibt Player Software für alle Betriebsysteme. Benötigt wenig CPU Power aber die Bildqualität ist nicht höher als VHS. Video ist MPEG1 bei 1150kbit/s und der Ton MPEG2 Audio Layer 2 bei 224kbit/s.
  • SVCD: Super Video CD, wird vor allem in asiatischen Ländern verwendet. Benutzt MPEG2 Video und kann deshalb bessere Bildqualität bieten - ähnlich der LaserDisc. Nur wenige - vor allem asiatische - DVD Player können SVCDs abspielen (mittlerweile können das aber auch in Europa viele), außerdem unterstützten die Hollywood Plus und WinDVD sowie PowerDVD SVCDs. Video ist MPEG2 mit bis zu 2600kbit/s und Audio MPEG1 Audio Layer 2 bis zu 224kbit/s. MPEG2 multichannel audio ist auch möglich aber das Encoden geht nur unter Unix/Linux und bisher ist kein Player bekannt der solche Discs im Multikanalmodus abspielen könnte (Bem.: einige Philips DVD Player können es). Es ist auch möglich einfache Menüs zu erstellen.
  • miniDVD: DVD auf einer CD.. mit Bitraten bis zu 10mbit/s (Video und Audio zusammen). Video ist natürlich MPEG2.. bevorzugt VBR und Audio kann MPEG1 Audio Layer2, unkomprimiertes PCM, AC3 oder DTS sein. Die Videoqualität kann kann bis auf ein DVD Level gewählt werden, aber das geht natürlich auf Kosten der Spielzeit (etwa 20 Minuten pro CD). Natürlich kann man auch Menüs, mehrere Audiotracks, etc erstellen. Nur sehr wenige Player können miniDVD aspielen, aber auf dem PC ist das natürlich kein Problem.
  • DivX/Mpeg4: Bildqualität zwischen unter-VHS und beinahe-DVD je nach gewählter Bitrate und Auflösung. Für Audio gibt es auch diverse Alternativen, bis hin zu Dolby Digital Sound. Mehrere Sprachen, Untertitel und Menüs sind auch möglich wenn man den richtigen Player benutzt. Es gibt noch nicht viele Standalone Player, die DivX abspielen können (die zukünftigen Player an den MPEG4 ISO-Standard halten, doch DivX4 und DivX5 haben gute Chancen, was die Abspielbarkeit betrifft, wahrscheinlich muss man bei DivX5 die Pro Features aber deaktivieren). DivX kann heutzutage fast auf jeder Plattform (auch Spielekonsolen wie die Xbox und die Playstation 2 sind dazu fähig) abgespielt werden, aber der PC ist nach wie vor die ideale Platform.
  • Frame

    Der Grundbaustein eines Films. Ein Frame entspricht einem Bild. Ein (Kino-)Film läuft normalerweise mit 24 Frames per second (Fps), also 24 Bildern pro Sekunde. Stell dir vor du hast 24 Bilder mit einem Vogel drauf, auf dem ersten Bild ist der Vogel am linken Rand, dann bewegt er sich an den rechten Rand, und im 24 Bild ist der Vogel am rechten Rand. Wenn man diese 24 Bilder genug schnell abspielt sieht es für das menschliche Auge aus, also ob der Vogel vom linken zum rechten Rand fliegen würde. (Bem.: Der in Deutschland gängige PAL-Standard arbeitet mit 25 Fps.)

    I und P Frames

    Ein Frame welcher nur die Unterschiede zum vorherigen Frame beschreibt (dies ist eine vereinfachte Darstellung, aber dies ist das Grundprinzip). Nehmen wir an wir haben ein Keyframe mit einem Vogel und einem bewölkten Himmel. Dann können wir ein I-frame erstellen das den folgenen Inhalt hat: bewege den Vogel einen cm nach unten und einen cm nach rechts.

    iDCT & Wavelet

    Digitales Video in einer MPEG Datei ist auf Frequenzebene statt auf Zeitebene (Bilder die wir sehen) gespeichert. Dies ermöglicht es, die Information kompakter zu verpacken und dabei Platz zu sparen. MPEG benützt DCT (Diskrete Cosinus Transformation) um zwischen der Zeit- und Frequenzebene zu übersetzen.
    Um die Informationen des MPEG Streams in die Zeitebene zurück zu transferieren wird iDCT angewendet (inverse Discrete Consine Transform)
    DCT und iDCT sind prinzipiell der DFT (Discrete Fourier Transformation) ähnlich, aber die Werte sind Integers anstelle der komplexen Fließkommazahlen, die man mit einer DFT bekommt. Für mehr Infos empfehle ich TU-Niveau Bücher über DSP, Kommunikationssysteme oder ein Universitäts-Studium.

    Wavelets stellen eine alternative Grundlage dar. Es gibt unzählige Ausgangsbasen für Wavelets (Daubechies, Haar, Mexican Hat, "Spline", Zebra, etc), aber das Hauptmerkmal stellt eine festgelegte Basis dar.
    Fourierfunktionen decken den gesamten Bereich ab (vom negativen bis positiven Bereich und unendlich)
    Wavelets sind grundsätzlich individuelle Zustände von Wellen, abhängig von Position und Skalierung.

    Ihr Komprimierungsgrad basiert auf Faktoren wie der Gruppierung, die im Allgemeinen aufzeigt, dass gut 90% der Daten durch den low-pass Filter dargestellt werden und der high-pass Filter in der Regel nur kleinere Wertebereiche abdeckt, die meistens Details darstellen.
    Bei Bildern, ausgehend von der Gewichtung auf ein Basisbild, können wir Differenzen, wie z.b. Kanten, sehr gut durch Wavelets abbilden. Durch den Einsatz von Wavelets kommt es z.b. nicht zu den Schlieren die in JPEG Bildern auftreten.

    IFO File

    InFOrmation File, die man gewöhnlich auf DVDs findet. Solche Dateien enthalten Navigationsinformationen für DVD Player. Mehr Infos dazu im DVD Struktur Artikel.

    Interlaced

    Interlaced ist eine Art der Videoaufzeichnung. Ein interlaced Video Stream enthält keine Frames (Einzelbilder wie wir sie kennen), sondern Fields, wobei jedes Feld die Hälfte der Zeilen eines Frames enthält (alle geraden oder alle ungeraden Zeilen). Mehr Informationen über Videoaufzeichnungs-Verfahren und Interlacing kann man in den Video Basics finden.

    Interleaving

    Stell dir vor, du klebst Video und Audio an gewissen Punkten zusammen. Der Player erkennt diese Interleave-Punkte und stellt sicher, dass Audio und Video genau an diesen Stelle zur gleichen Zeit abgespielt werden.

    Eine detailliertere Erklärung: Stell dir vor, wir haben 10 Sekunden Video und 10 Sekunden Audio. Sei nun jede Sekunde Video ein V und jede Sekunde Audio ein A. Bei einer Interleaving-Einstellung von 10 Sekunden wird die Datei auf der Disc schematisch so aussehen: VVVVVVVVVVAAAAAAAAAA. Bei einem Interleaving von einer Sekunde sähe es hingegen so aus: VAVAVAVAVAVAVAVAVAVA.

    Inverse Telecine

    Die Umkehrung von Telecine. Deser Prozess extrahiert die originalen 24fps einer 29.97fps Source (angenommen das Quellmaterial basiert auf richtigem Filmmaterial).

    Keyframe

    Ein kompletter Frame, aber stark komprimiert.

    m1v/m2v

    Diese beiden Endungen werden für MPEG-1 bzw. MPEG-2 Videodaten verwendet (nur Video, ohne Audio).

    MPEG

    MPEG bedeuted Motion Picture Expert Group and ist DIE Quelle für digitale Videoformate. Diese Gruppe definiert Standards für digitales Video, unter anderem MPEG1 (für VideoCD), MPEG2 (für SVCD und DVD), MPEG4 (kürzlich fertig geworden), und diverse Audio Formate wie MP3 oder AAC.

    MPEG4

    MPEG4 ist eine Kollektion von Standards definiert bei der MPEG Group und es sollte der zukünftige Standard für digitales Video werden (v.a. für Bildtelephone, Streaming übers Internet und mehr). MPEG4 erlaubt die Verwendung verschiedener Kompressionsverfahren, z.B. Keyframes können mit ICT oder Wavelets komprimiert werden, und die Outputqualität wird verschieden sein.

    MM4

    Multiple Mpeg 4: Eine Kombination von Files codiert in verschiedenen Bitraten. Z.B. kann man ein 2000kbit/s File mit einem 910kbit/s File kombinieren, in Szenen wo das 910kbit/s File zu blockig wird fügt man einfach die Szenen aus dem 2000kbit/s File ein.A combination of different bitrate encoded files. Man kann auch beide DivX codecs verwenden: Kombination von mehreren Files encodet mit DivX Low oder High Motion und in verschiedenen Bitraten, alles ist möglich.

    Multipass Encoding

    Ein Encoder, der Multipass unterstützt, wird in einem ersten Durchgang (Pass) die Source (Quelle, Quellmaterial) analysieren und eine Log-Datei schreiben, wo die Basisdaten des Videostreams enthalten sind. Nehmen wir an, wir haben einen kurzen Clip, der mit einer Dialogszene startet, bei der die Kamera statisch ist. Dann wird übergeleitet zu einem Karatefight mit schnellen Cuts und viel Action (Leute fliegen durch die Luft etc). In regulärem CBR (Constant BitRate) bekommt jede Sekunde gleich viel Bitrate zugeteilt aber in Multipass VBR Mode wird der Encoder die Bitrate nach den Erkenntnissen aus der Analysphase verteilen, d.h. der Dialogpart bekommt weniger Bitrate als der Actionpart. Je mehr Passes der Encoder macht, desto feiner kann diese Aufteilung gemacht werden (während des Encodens wird wieder ne Log geschrieben). Im normalem 1 Pass VBR muss der Encoder seine Entscheidung über die Bitratenzuteilung auf Basis der Bereiche des Videos fällen, die schon kodiert wurden.

    Multiplexing

    Normalerweise werden Video und Audio separat codiert. Dann musst du Video und Audio zusammenfügen um einen Film zu erstellen den der Player abspielen kann (mit Playern wie dem "Media Player Classic" kann man zwar 2 Dateien parallel abspielen, aber die meisten Player können das nicht). Während des Multiplexens wird aus separaten Video und Audio Tracks ein einziger ProgramStream erstellt, der Video und Audio enthält. Video und Audio werden wie zusammengewoben und dazu kommen noch Navigationsinformationen, eventuell Untertitel, etc. Durch diese zusätzlichen Informationen werden z.B. Kapitelmarkierungen und die Synchronisation von Bild und Ton möglich (siehe auch Interleaving).

    Normalizing / Normalisierung

    Bei der Normalisierung wird die Stelle mit der höchsten Lautstärke einer Tonspur gesucht, danach der Rest der Spur auf dasselbe Level angehoben. Dies wird meist auf WAV-Ebene durchgeführt, sodass alle Variablen Integer-Zahlen, worunter die Präzision im Gegensatz zu DRC leidet. Daher ist DRC gegenüber Normalisierung vorzuziehen.

    OGM

    OGM steht für OGg Media, das ist der Name der Ogg Container Implementierung von Tobias Waldvogel. OGM ist eine weit flexiblere Alternative zum AVI Container-Format und kann Ogg Vorbis, MP3 und AC3 Ton, alle möglichen Video-Formate, Kapitelinformationen sowie Untertitel enthalten.

    PGC

    PGC steht für ProGram Chain. Dieser im DVD Authoring-Bereich häufig verwendete Ausdruck ist im Grunde ein gleichzeitiger/s ...? <wird noch bearbeitet> Zum Beispiel haben der Hauptfilm, jeder Trailer und das Studio-Logo beim Filmstart jeweils eigene PGCs. SmartRipper im Movie Mode und DVD Decrypter im IFO Mode zeigen alle PGCs einer DVD an. Mehr dazu auf MPUCoder's DVD information site.

    Progressive

    Das Gegenteil von interlaced. Ein Video Stream, der nur aus kompletten Frames besteht, heißt progressive. Mehr dazu in den Video Basics.

    Quantizer

    Um das richtig zu verstehen, müsste man sich tiefergehend mit Signal Processing beschäftigen. Quantizer heißt einfach ausgedrückt Kompressionsfaktor. Je größer dieser Wert, desto stärker ist das Bild komprimiert. Folge: Hohe Quantizer verursachen geringe Dateigrößen, aber niedrige Bildqualität. Niedrige Quantizer verursachen dagegen größere Dateien bei höherer Bildqualität.

    rff/tff flags

    RFF bedeutet repeat first frame (wiederhole den ersten Frame). Diese Technik wird beim Umwandeln von "Film"-Material (mit 24 fps) in die bei NTSC nötigen 29,97 fps verwendet. (Hollywood-Filme werden mit 24fps aufgezeichnet). Tff bedeutet top field first und wird auch für diesen Telecine genannten Vorgang verwendet. Mehr über Film->Video Transfer steht in Robshot's Artikel über Synch. 

    Ripping / Rippen

    Hier gibt es eine Menge Verwirrung über die Terminologie. Rippen bedeutet Kopieren einer DVD auf die Festplatte. Dies beinhaltet den Authentication Prozess (versuche mal, eine verschlüsselte DVD zu kopieren, du bekommst eine Fehlermeldung, dass das Laufwerk diese Operation nicht unterstützt) und die eigentliche CSS Entschlüsselung. CSS (Content Scrambling System) ist eine Kopierschutzvorrichtung um unautorisierten Zugriff auf die Filmdaten zu verhindern, aber manch einer argumentiert, dass es nur dazu dient, das Abspielen von DVDs einzuschränken, da ohne CSS Lizenz keine DVD abgespielt werden kann (jeder Playerhersteller muss deshalb Lizenzgebühren entrichten). Die Alternative ist das Knacken Verschlüsselung. Der Ausdruck "Rippen" wird oft auch fälschlicherweise als Ausdruck für den gesamten DVD -> VCD/SVCD/(mini)DVD/DivX Encoding-Prozess verwendet, aber das ist im Prinzip nicht korrekt, denn das ist eine Konversion bzw. eine Neu-Codierung. (bei DVD->DVD spricht man auch von Transcoding).

    SBC

    Smart Bitrate Control. Eine zur Zeit von DivX3.11 neuer Art von DivX Encoder namens "Nandub" (eine modifizierte VirtualDub Version) kann interne Codec Parameter beim Kompressionsvorgang ändern, was eine höhere Qualität verspricht und einem weit mehr Kontrolle über den Enkodiervorgang überlässt (allerdings muss man lernen, diese Kontrolle sinnvoll zu nutzen). Mehr dazu kann man im SBC Guide unter der Rubrik "DivX Guides" im Menü finden. Allerdings ist seit DivX4 auch Multi-Pass in den Codec selbst integriert, sodass SBC an Bedeutung verlor.

    Streamlist

    Eine Streamlist ist ein ASCII text file welches Pfadnahmen und Dateinamen von VOB Dateien enthält, eine VOB pro Linie. Hier ist ein kleines Beispiel:
    e:\video_ts\vts_01_1.vob
    e:\video_ts\vts_01_2.vob
    e:\video_ts\vts_01_3.vob
    e:\video_ts\vts_01_4.vob
    e:\video_ts\vts_01_5.vob

    Speichere den Inhalt als streamlist.txt, oder streamlist.lst. Vergewissere dich, dass du das als unformatierten ASCII Text abspeicherst. Ich empfehle dazu Notepad, da WordPad standardmässig in einem anderen Format speichert. Mpeg2avi braucht die Endung .lst, aber anderen Programme akzeptieren unter Umständen auch andere Endungen.

    Telecine

    Der Prozess einen 24fps Film (so wird mit der Kamera aufgezeichnet) nach 29.97fps zu konvertieren, bzw. 29.97x2 fields pro Sekunde für Playback auf NTSC TVs.

    VBR

    Variable BitRate. Es ist möglich sowohl Video wie auch Audio mit variabler Bitrate aufzuzeichnen, d.h. der Film wird nicht mit einer feste Bitrate (CBR=Constant BitRate) codiert, sondern komplexe Teile bekommen mehr Bitrate, damit sie besser aussehen.

    VKI

    Variable Keyframe Interval. Das bedeutet, dass Keyframes nicht in einem festgelegten Interval eingefügt werden, sondern nur dort, wo sie wirklich gebraucht werden. Es gibt 2 VKI Varianten: Bei der einen analysiert der Encoder den komprimierten Frame, vergleicht es mit dem Originalframe und wenn die Luminanzunterschiede zu groß sind, wird er nochmals codiert, dieses Mal als Keyframe. M4C macht das, und dort kannst du festlegen welche Luminanzunterschiede zu einem Keyframe führen. Falsche Einstellungen (oder zu tiefe Tresholds) führen zu einer Menge Keyframes. Dann gibt es noch "Keyframe Insertion on Scene Change", oder das Einfügen von Keyframes bei einem Szenenwechsel (cut). Dies wird durch die Verwendung von mpeg2aviAR/VBR, AviUtl (ohne m4c) oder der DivX VKI Codecs erreicht. Letzterer ist Encoder-unabhängig. Richtig eingesetztes VKI kann zu besserer Bildqualität führen, da dann weniger Keyframes eingefügt werden und auch nur dort, wo die Änderung zum vorherigen Frame so groß ist, dass es sich nicht lohnt weitere "Differenz"-Frames zu erstellen (in der Regel bei Szenenwechseln).

    VM2

    steht für VKI + MM4 + VBR MP3.

    VOB ID

    VOB IDs werden auf einer DVD verwendet um intern Cells in einer PGC zu gruppieren.

    Vob Files

    Alle DVD Filme sind in sogenannten VOB Dateien gespeichert. VOB Dateien enthalten normalerweise MPEG-2 Video und Dolby Digital Audio. VOB Dateien werden wie folgt benannt: vts_XX_y.vob wo XX für die Titelnummer steht, und Y der Titelteil. Es ist möglich bis zu 99 Titeln und jeweils 10 Teilen zu haben, wobei die vts_XX_0.vob das Menu enthalten, also bleiben 9 weitere für den Titel. Es gibt 2 Wege rauszufinden welcher Titel den Hauptfilm enthält: Spiel den Film in einem Player ab und schau die LED / Status Fenster des Players an, wo normalerweise angezeigt wird, welcher Titel momentan abgespielt wird. Der andere Weg: Der Hauptfilm befindet sich in der größten Anzahl zusammenhängend numerierter VOB Dateien. Z.B. vts_05_1.vob, vts_05_2.vob, ... , vts_05_8.vob (ich habe bisher keine Filme mit 9 VOBs für den Hauptfilm gesehen).

    VTS

    VTS steht für Video TitleSet und bezeichnet ein Sammlung von aufsteigend numerierten VOB Files mit den entsprechenden IFO und BUP Dateien. VTS2 ist beispielsweise VTS_02_0.VOB (enthält die Menüs), VTS_02_1.VOB, VTS_02_2.VOB, etc, VTS_02_0.IFO und VTS_02_0.BUP. VTS werden zur Gruppierung von Videomaterial verwendet. Üblicherweise wird ein VTS für den Hauptfilm (manchmal inklusive Trailer und Studiologos) verwendet, andere VTS werden dann für die Extras verwendet.

    Windows Media

    Microsofts proprietäre Architektur für Video und Audio auf dem PC. Es basiert auf einer Kollektion von Codecs welche der Windows Media Player abspielt. Das letzte Release des Media Player enthält WindowsMedia 9.

    XCD

    eXtended CD ist ein CD Format, das einem erlaubt, CDs im Mode2 Form 2 zu beschreiben, was bedeutet, dass weniger Fehlerkorrekturinformationen enthalten sind (SVCDs werden z.B. auch im Mode2 gebrannt, daher passen auf diese auch 800 MB), wodurch mehr Daten auf einen 700 MB Rohling passen, nämlich 800 MB. Durch die abgeschwächte Fehlerkorrektur sind XCDs nicht sehr resistent gegenüber Kratzern und es wird empfohlen, dass man nur Daten auf eine XCD brennt, die eine zusätzliche Fehlerkorrektur im Container hat (z.B. OGM). Mehr dazu im XCD Guide.

    XviD

    XviD ist ein Wortspiel. Lies es rückwärts und du könntest ein bekanntes Wort erkennen. XviD ist ein Open Source MPEG-4 Codec, der z.T. sogar eine höhere Bildqualität als der beste DivX Codec bietet (das liegt jedoch im Auge des Betrachters). Die XviD Homepage befindet sich hier.

     

     

     

     


    Last edited on: 03/10/2003 | German translation by: Scipio | Content by Doom9.net - The definitive DVD backup resource |