DivX3 in Gordian Knot

Bringe das Vorschau-Fenster in den Vordergrund und klicke auf "Save & Encode" aus dem Menü "File".

Nun hat man so einige Optionsmöglichkeiten:

Gordian Knot wird einen Vergrößern / Verkleinern Filter in Abhängigkeit von der Bitrate auswählen. Wenn man diese Vorauswahl nicht möchte, sollte man sie verändern. Ich wähle hier immer "Neutral Bicubic".

Dann gibt es noch mehr Filteroptionen.

Wenn DVD2AVI die Bildquelle als "interlaced PAL" angezeigt hat und die Vorschau "interlaced" war, dann sollte man hier "Fast Deinterlacing" auswählen.

Wenn DVD2AVI die Bildquelle als "NTSC FILM" unter 95% angezeigt hat, sollte man "Inverse Telecline" anwählen, und außerdem muß die Framerate in Schritt 4 anders gesetzt werden.

In allen anderen Fällen setzt man die "Field Operations" auf "None".

Wenn die Bildquelle sehr verrauscht ist kann man auch noch einen Rauschfilter auswählen. Ich persöhnlich benutze diesen Filter nie, da ich den Eindruck habe, daß dieser die Bildqualität herabsetzt (er läßt das Bild unschärfer erscheinen).

Die nächste Option betrifft Untertitel und kann auch ausgelassen werden, wenn man keine Untertitel benutzt.

Nun zu den Untertiteln. Hier ist man an einem Scheideweg: Wenn man fest in das Filmbild kodierte Untertitel haben will, klickt man auf den "Select VobSub Files"-Knopf und wählt die ifo-Datei aus den drei Dateien aus, die VobSub für einen erstellt hat. Wenn Du lieber Untertitel haben möchtest, die man während der Wiedergabe des Films an- und abschalten kann, bzw. verschiedene Sprachen zur Auswahl haben willst, dann solltest Du besser DirectVobSub (Teil des VobSub-Pakets) während der Wiedergabe benutzen, anstatt die Dateien mit in den .avi-Film zu "brennen". Die "After Borders" Option betrifft nur die VCD/SVCD Erstellung und hat auf diesen Guide keinen Einfluß.


Und zum Schluß der Komprimierbarkeits-Check (= compressibility check)

Es ist möglich, nur einen verkürzten ersten Kodierungsdurchgang durchzuführen, um die optimale Komprimierbarkeit eines Filmes herauszufinden (und dadurch eine noch bessere Entscheidung über die zu verwendende Auflösung zu treffen). Schalte "Compressibility ckeck" ein und setzte ihn auf 5%, dann drücke den "Now"-Knopf und warte ein paar Minuten, bis das GKnot-Fenster wieder im Vordergrund erscheint.

Wenn der Check beendet ist, kann man eine Nachricht in der Titelleiste des Vorschau-Fensters sehen:

Nun sieh Dir die untere Reihe der Werte in dem Screenshot unten an:



Der Komprimierbarkeits-Check gibt einem einen ungefähren Eindruck davon, wie gut ein spezieller Film komprimiert werden kann. Die drei Werte oben hängen wie folgt zusammen: Der Wert 0.338 ist der Rückgabewert des Komprimierbarkeits-Checks. Wenn der "Bits/(Pixel*Frame)"-Wert, direkt über dem "Load"-Knopf, diesem Wert genau entspricht, dann wird man eine perfekte Qualität erreichen, durch einen noch höheren Wert sähe der Film auch nicht mehr besser aus, da der codec (DivX) einfach nicht mehr leisten kann. Der Wert von 41.7% gibt das Verhältnis zwischen optimalem und dem zu erwartenden Ergebnis bei der gerade gewählten Auflösung an. 60% oder mehr wird normalerweise auch zu einem sehr gut aussehenden Ergebnis führen. Über 80% wäre eigentlich schon zuviel des Guten und Du solltest lieber die Auflösung erhöhen. Werte im Bereich zwischen 50-60% sehen eigentlich immer noch ziemlich gut aus; ab 40-50% wird es kritisch. Generell kann man sagen, daß sich ein Film umso besser komprimieren läßt, je dunkler und sauberer das Bild des Filmes ist. Wenn der Wert erst einmal einen akzeptablen Bereich erreicht hat (dies kann man durch Verändern der Auflösung mit dem Schiebregler hinbekommen), setzt man die "Trim" Option auf "Both (enc. credits separately)".

Auf diese Art wird der Abspann separat mit fester (sehr geringer) Bitrate kodiert, und dann an den Hauptfilm wieder angehängt.

Jetzt drücke den "Save&Encode"-Knopf, was die "Encoder"-Registerkarte von GKnot in den Vordergrund bringt:

Als erstes erscheint ein Statistik Fenster mit den aktuellen Einstellungen. Denk daran: da GKnot das Kodieren der Tonspuren für Dich erledigt, wird die angezeigte finale Bitrate und die Größe der Tonspuren nicht korrekt sein.

Nun zu den Kodieroptionen. Die Voreinstellungen sind schon gut gewählt. "Recalculate the bitrate if needed" sowie "append credits" sollten ausgewält sein. Setze außerdem noch ein Häkchen bei "delete intermediate files", so daß am Ende nur die endgültige AVI-Datei übrig bleibt. Außerdem kann man noch die Kompressionsstufe für den Abspann ändern.

Wenn IVTC aktiviert ist, muss man auch noch "avs -> correct Frame Count" auswählen.

Dann aktiviere die "Audio1"-Registerkarte von GKnot:

Drücke auf den "select"-Knopf und wähle die von DVD2AVI demuxte AC3-Datei aus. Wenn Du diese unverändert behalten möchtest, dann wähle "Just Mux" aus. Ansonsten Wähle "MP3", "custom Parameters" und wähle die Optionen aus der Auswahlliste, die man oben im Screenshot sehen kann. Für einen 2 CD rip kann man auch "--alt-preset 160" auswählen, was dann die durchschnittliche Bitrate der mp3-Datei auf 160 kbit/s erhöht ("--als-preset 128" entspricht also 128 kbit/s). "Use BeSweet", genau wie "Re-Calculate Video Bitrate" und "Delete Wav." sollten zum Platzsparen auch noch angekreuzt werden.

Jetzt geh zurück zur "DivX3 encoder"-Registerkarte, OHNE den "Add Audio-Job to Encoding Queue"-Knopf zu drücken, da dann nur die Audiospuren kodiert würden. Wenn Du einen zweite Tonspur kodieren möchtest, führe alle erforderlichen Operationen für diese Spur noch einmal aus bevor Du wieder die "DivX3 Encoder" Registerkarte aufrufst. Wenn beim Kodieren von Filmen häufiger "shitframes" (d.h. das Bild "friert" ab und zu ein, oder es erscheinen Szenen mit durcheinander geratenen Bildern, solche Sachen) solltest Du ein Häkchen bei "Use "Anti-Shit=)"" setzen. Aber, wie die dann folgende Warnung sagt, wenn Du es ausprobierst: Benutze diese Option mit Vorsicht...

Wenn man auf den "Add Job to Encoding Queue"-Knopf drückt, wird der komplette "Job" zur Job-Warteschlange hinzugefügt. Dann erscheint die Frage, ob GKnot sofort die Warteschlange abarbeiten soll oder nicht. Dies erlaubt einem, mehrere Jobs zu erstellen und der Warteschlange hinzuzufügen, die dann in einem Rutsch vom Computer abgearbeitet werden können. Man kann natürlich auch Jobs hinzufügen, während der Computer schon kodiert, indem man einfach wieder von vorne mit diesem Guide anfängt (natürlich sollte man dann GKnot nicht schließen sondern mit dem gerade laufenden GKnot weiterarbeiten).

Von jetzt an sind keine manuellen Benutzeraktionen mehr erforderlich bis die komplette AVI-Datei fertig ist. Man kann sogar ruhig am PC weiterarbeiten, nur sollte man keine plötzlich auftauchenden Fenster schließen, da das wahrscheinlich GKnot beim eigenmächtigen Starten verschiedener Programme ist.

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Last edited on: 06/19/2002 | German translation by: Cradle | Content by Doom9.net - The definitive DVD backup resource