Gordian Knot

Gordian Knot beinhaltet Funktionen, die so ziemlich alles im Bereich des Video Kodierens abdecken.

Inhalt:

1: Wähle einen Save Slot für das Projekt
2: Rip die DVD
3: Erstelle ein DVD2AVI Projekt
4: Finde die richtige Bitrate
5: Wähle eine Auflösung
6: Untertitel (optional)

Schritt 1: Wähle einen Save Slot für das Projekt

Starte Gordian Knot, wäle einen freien Platz in der Dropdown-Liste unten rechts im Fenster aus, klicke auf "rename" um dem Projekt einen einprägsamen Namen zu geben und alle ab dann getätigten Einstellungen werden ab sofort unter diesem Eintrag abgespeichert und können später wieder verwendet werden.

Schritt 2: Rip die DVD

Drücke in der "Ripping" Karteikarte von GKnot auf den SmartRipper Knopf um SmartRipper zu starten. Dann drücke den "Ziel" Knopf in SmartRipper (das ist der kleine Aktenordner Knopf unten im Fenster) und wähle ein Verzeichnis mit genügend freiem Speicherplatz für den Film aus. Dann drücke den Start Knopf und warte, bis der Prozeß des Rippens beendet ist. Dies kann zwischen 15 und 60 Minuten dauern (hängt halt von der Geschwindigkeit des DVD-Laufwerks und anderen Faktoren ab).

Wenn man mehr über SmartRipper wissen möchte, kann man sich im SmartRipper guide informieren.

Wenn SmartRipper irgendwie nicht richtig funktioniert, kann man auch vStrip durch einen Klick auf den vStrip Knopf in Gordian Knot starten und zum Rippen benutzen. vStrip ist ein ziemlich kompliziertes Programm, daher könnte der vStrip Guide sich als nützlich erweisen.

Schritt 3: Erstelle ein DVD2AVI Projekt

Drücke den DVD2AVI Knopf in der "Ripping" Karteikarte von GKnot um DVD2AVI zu starten. Dann erstelle ein DVD2AVI Projekt.

Wenn das erledigt ist, schließe DVD2AVI und kehre zurück zu GKnot.

Schritt 4: Finde die richtige Bitrate

Klicke auf die "Bitrate" Karteikarte von GKnot.

Lade die DVD2AVI Projekt Datei (.d2v), indem Du auf den "Open" Knopf links unten klickst und die .d2v Datei auswählst, die Du unter Schritt 3 erstellt hast.

Wenn du "Force Film" in DVD2AVI wegen eine zu langsamen Filminhalts nicht ausgewählt hast, kannst du IVTC während der Enkodierung durchführen. Du musst IVTC beim Speichern der AVS-Datei aktivieren (weiter unten im Guide), aber zuerst solltest du schon 23.976 unter FPS einstellen, sodass die korrekte Anzahl an Frames für den fertigen Film angezeigt wird.

 

GKnot liest automatisch die Frameanzahl und die Framerate aus der .d2v Datei. Das Auswählen der DVD2AVI Projekt Datei öffnet automatisch ein weiteres Fenster, in dem man das Video sehen kann. Schicke dieses Fenster in den Hintergrund (klicke einfach auf das GKnot Hauptfenster), aber schließe es nicht.

Dann wähle den DivX3 codec aus. Wenn du DivX4 oder XviD verwendest, stelle DivX4 ein (Für DivX5 gibt es Gknot 0.26). Diese Option legt nicht wirklich den Codec fest, mit dem der Film enkodiert wird, aber sie wird für eine korrekte Berechnung der Bitrate benötigt, da DivX3 unter 1 kilobyte = 1024 bytes versteht. Wenn du DivX3 benutzt, wähle DivX 3 aus. In diesem Fall wird das unten gezeigte DivX4 Logo durch ein DivX3.11alpha Logo ausgetauscht.

Jetzt stelle die gewünschte Dateigröße und die Anzahl der CDs ein:

Dies ist ziemlich einleuchtend. Gib die CD-Größe einund klicke auf den "X" CD Knopf, oder gib die gewünschte Dateigröße per Hand ein.

Dann gibt es noch die Interleaving und AVI-Overhead Optionen. Wenn man eine Audio Spur zu einem Film hinzufügt, bemerkt man, daß die Gesamtgröße der Ausgabedatei größer als die Summe von den Video und Audio Dateien ist. GKnot kann sich um diesen Effekt kümmern, also braucht man sich darüber keine Sorgen zu machen.

Wir gehen zunächst davon aus, daß man einen Film mit VBR MP3 Tonspur erstellen will, dafür muss "1x vbr-mp3" wie links gezeigt gewählt werden. Wenn Du eine andere Art (oder auch mehrere) von Tonspur benutzen möchtest, wähle stattdessen die richtige Option aus.

Nun werden wir die Tonspuren selbst konfigurieren.


Da wir den Ton noch nicht umgewandelt haben, wissen wir die genaue Dateigröße der Tonspur noch nicht und müssen diese abschätzen. Als Voreistellung erstellt GKnot eine Audiodatei mit einer Bitrate von 128 kbit/s. Wenn du eine andere Bitrate wünschst, wähle eine Bitrate aus der "Dropdown"-Liste aus.

Wenn eine zweite Tonspur erstellt werden soll, muss die dafür gewünschte Bitrate im "Audio B" Feld eingegeben werden.

Wenn der Ton als eine oder zwei AC3-Tonspuren gewünscht ist, wähle nur "Size", drücke auf den "Select"-Knopf und wähle die AC3-Datei aus. GKnot wird dann die richtige Größe selbst eintragen.

Schritt 5: Wähle eine Auflösung

Nun klicke auf die "Resolution" Karteikarte von GKnot. Der erste Schritt besteht aus dem Zurechtschneiden der Bildgröße (= engl. "cropping").

Drücke den "Auto Crop"-Knopf (dieser Knopf ist nur verfügbar wenn die DVD2AVI Projekt Datei auch geladen wurde). GKnot wird sich ein paar Frames im Vorschau Fenster "anschauen", danach kann man schon das Resultat sehen. Wenn das Ergebnis gut aussieht klicke auf "Smart Crop", dadurch werden die idealen Schnittkanten unter Berücksichtigung des Aspekt Verhältnisses (= AR Ratio) berechnet.

Hier gibt es noch eine Besonderheit: Wenn man sich die "Options" Karteikarte von GKnot noch einmal anschaut, findet man dort die "Follow ITU-R BT.601 Standard" Einstellung. Da ich einer der Menschen bin, die das Vergrößern und Verkleinern durch den PC für in Ordnung halten (und tatsächlich passt sich jeder meiner Guides eher den PC-Verhältnissen als diesem ITU-standard an), deaktiviere ich diese Einstellung

Nun setze die "Input pixel aspect ratio" auf die Einstellung, die Du im DVD2AVI Schritt notiert hast. Das ist entweder NTSC anamorphic (16:9) für ein 16:9 Verhältnis in DVD2AVI oder NTSC non anamorphic (4:3) für 4:3. Im Falle einer PAL Quelle (z.B. in Deutschland) wird natürlich PAL anamorphic (16:9) (meistens richtig) oder PAL non anamorphic (4:3) zur Auswahl stehen.

Man kann im Vorschau Fenster die Option "resized" aus dem "view"-Menu auswählen und kontrollieren, ob das Aspekt Verhältnis korrekt gewählt wurde. Und wo man schon mal im Vorschaufenster ist, bewege den Auswahlbalken unter dem Film bis zum Anfang des Abspanns und drücke den "Set Credits Start"-Knopf.



Nun muss noch die Auflösung im GKnot Hauptfenster eingestellt werden, indem man den großen Auswahlbalken nach links oder rechts bewegt.

Man kann den Aspektverhältnis Fehler in einem der Wertefelder sehen, und das Resultat sollte eigentlich nahezu perfekt sein. Man sollte auch auf den "Bits/Pixel" Wert (unter "Output resolution") achten:

Hier ist ein wenig Raten angesagt, da die Komprimierbarkeit eines Films nicht sehr gut vorausgesagt werden kann, aber hier sind ein paar Tips:

Bewege den Auflösungs-Auswahlbalken, bis Du innerhalb dieser Werte bist. Diese Werte sind eine Faustregel für DivX3 Filme, aber sie sind auch keine unumstößlichen Statuten. Ich habe auch schon viele Filme kodiert, die einen eigentlich zu niedrigen Wert hatten und trotzdem toll aussahen.

Schritt 6: Untertitel (optional)

Dieser Schritt ist optional, wenn Du also keine Untertitel willst, kannst Du diesen Schritt überspringen.

Zum Schluß kann man noch Untertitel zum Film hinzufügen. Wenn dem so ist, klicke in GKnot auf die "Subtitle" Karteikarte und klicke dort auf den "Configure"-Knopf.

Dann klicke auf den "Open"-Knopf und wähle die ifo-Datei des Films aus. Dann erscheint folgendes Fenster:

Normalerweise sollte alles funktionieren, wenn man einfach nur auf "OK" klickt, aber wenn nicht, sollte man auf den "I've stripped the source files and crossed my fingers"-Knopf klicken. Danach wird man nach einem Verzeichnis gefragt, in dem man die Indexdateien abspeichern möchte. Zwei Dateien werden dort erstellt: vts_01_0.idx und vts_01_0.sub. Benutze Winrar, um die .sub Datei zu komprimieren (und nenne das Ergebnis vts_01_0.rar), dann lösche die .sub-Datei. Man muss diese Komprimierung nicht durchführen, die Komprimierung bringt aber viel Platz für die Videospur (eine komprimierte .sub-Datei sollte unter einem MB groß sein).

Übrigens: Die Dateinamen werden von der geladenen .ifo-Datei abhängen, in diesem Beispiel habe ich die Datei vts_01_0.ifo geladen, also werden alle Dateien vts_01_0.* genannt werden. Wenn man außerdem eine veraltete Version von VobSub benutzt (wie die, die im GKnot 0.21 Paket ist), braucht man unbedingt auch die .ifo Datei.

Nach Beendigung dieser Arbeitsschritte können die Position und die Farbkombinationen der Untertitel im GKnot Fenster verändert werden. Wenn Du damit fertig bist, klicke auf "OK". Merke: GKnot erlaubt auch einen einfachen Zugriff auf sowohl das Untertitel-Synchronisierungs Programm von VobSub und den Untertitel-Datei-Cutter; wenn man also eines dieser Programme braucht geht es am schnellsten, wenn man diese direkt aus GKnot startet zu einem späteren Zeitpunkt.

Wenn Du die Untertitel fest in das Filmbild kodieren möchtest, war es das hiermit und Du kannst zum nächsten Schritt gehen. Wenn die Untertitel zum An- und Abschalten sein sollen, müssen diese (die .sub oder .rar Dateien) auch dem Bitrate-Rechner (siehe Schritt 4) genannt werden, damit GKnot keinen zu langen Film kodiert, der nicht mehr auf die angegebenen CDs passt.

Benutze den "Add"-Knopf, um diese zwei Untertitel-Dateien zum Projekt hinzuzufügen (bzw. ihre Größe zu berücksichtigen).

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Last edited on: 08/12/2002 | German translation by: Cradle (& partly Scipio) | Content by Doom9.net - The definitive DVD backup resource