News Archiv - April 2004 <<

>> Zurück zum Index

Datum
News
29.4.

ReClock 1.40 hat einen verbesserten Multi-Head Support, unterstützt Time Stretching, ein maximaler Beschleunigung/Verlangsamungs-Prozentsatz kann definiert werden und vieles andere mehr.

Dolby Labs hat auf der NAB ein neues Kompressions-Verfahren angekündigt, nämlich Dolby Digital Plus. Dieses ist effizienter als der aktuelle Dolby Digital Standard und erlaubt 5.1 Kanal Ton bei einer Bitrate von 192kbit/s und die maximale Bitrate wurde auf 6 MBit/s erhöht. Dolby Digital Plus ist abwärtskompatibel (d.h. ein Dolby Digital Plus fähiges Gerät kann den Ton auch im älteren Dolby Digital Format ausgeben) und wird erst ab 2006 in Endgeräten zu finden sein.

28.4.

AutoGK 1.19 behebt den Runtime 216 Fehler auf Hyperthreading CPUs, zeigt Forced Subs in der Vorschau richtig an, verwendet BeSweets Hybridgain jetzt wieder un STRG-F9 startet ein Tool mit versteckten Optionen, falls dieses im selben Ordner wie AutoGK liegt.

Als wenn sie nicht schon genug Geld dabei machten: keine Distributionskosten, keine Herstellungskosten für Datenträger, keine Kosten für Booklets (Künstler, Fotographen, Designer) und schließlich eine niedrigere Qualität und oft mit DRM-Schutz versehen - Fazit: Sie verdienen mehr Geld pro Song beim Online-Verkauf als beim Verkauf von CDs. Und jetzt will die RIAA noch mehr Geld pro heruntergeladenen Song haben. So geht's, Leute - es gibt wahrscheinlich keinen besseren Weg, Online Musikshops aussterben zu lassen als völlig überzogene Preise zu verlangen.

Wo wir von Preisen reden: Die Preise von DVDs in Großbritannien schienen schon immer besonders hoch, jetzt ist auch die Presse darauf gekommen: Scotland on Sunday hat eine Story darüber, dass verschiedene Organisationen DVD in GB als zu teuer bewerten. Der Artikel weist auch daraufhin, dass trotz der zusätzlichen Produktionskosten (Extras usw, die rein physische Produktion ist deutlich billiger als bei VHS) die Margen bei DVD (66%) deutlich höher sind als bei VHS (45%). Dazu kommt, dass praktisch identische DVDs in mehreren Ländern vermarktet werden können, da sie mehrere Sprachen enthalten. Kein Wunder frohlocken die Studios da beim Thema DVD: sie scheffeln Geld, obwohl sie sich ständig über die Piraterie beschweren.

Das Virginia Journal of Law & Technology hat einen interessanten Artikel über den Effekt des DMCA auf Suchmaschinen. Das Fazit ist, dass die Redefreiheit beschränkt wird zu Gunsten der Interessen von Urheberrechts-Inhabern und dass der Congress Suchmaschinen Immunität gewähren sollte bezüglich einer Mitschuld bei Copyright-Verstößen von Dritten. Werden die Congress-Abgeordneten darauf hören?

27.4.

DVD Rebuilder 0.45 hat wieder einige Änderungen erfahren (siehe Link).

Wer in Belgien lebt, sollte lieber jetzt seine DVD-Rs kaufen, da die Preise ab März stark ansteigen werden. Wird die zusätzliche Abgabe für die Künstler den Belgiern wenigstens das Recht auf die private Kopie zubilligen?

Und da dachte man, Microsoft wäre böse: Apple, nun völlig in den Fängen der RIAA , hat die Schließung der Seite des iTunes Fair Use Projekts namens "PlayFair" erwirkt, und das, obwohl diese in Indien gehostet wurde (man kann noch immer Links auf die Seite bei Slashdot finden, über eine Story vom 25. April). Glücklicherweise gibt es bereits eine Alternative namens DeDRMS. Wie PlayFair benötigt auch DeDRMS eine gültige Lizenz zur Entfernung des DRM und die persönliche Lizenzinformation, welche in der Datei gespeichert ist, wird nicht entfernt (mit DeDRMS modifizierte iTunes Dateien, die jemand in einem P2P Netzwerk verbreitet, können zurückverfolgt werden).

26.4.

DVD Decrypter 3.2.2.0 hat diese Änderungen erfahren.

QuEnc 0.47 hat eine Option für extreme Qualitätseinstellungen (auch über Kommandozeile steuerbar) und sowohl Interlaced Encoding als auch Bitrate Control sollten verbessert sein.

digidragon hat einen schönen Nebula DVD-T Guide (Englisch) geschrieben und Doom9 such immer noch Freiwillige, die im Bereich DVB Guides schreiben wollen.

24.4. DVD Rebuilder 0.44 behebt Error 75, welcher bei geladenen DVDs auftrat.
23.4.

DVD Rebuilder 0.43b kann das, was unter dem Link steht. Wer die Entwicklung dieses Programms verfolgt, sollte sowieso diesen Thread verfolgen...

Zoom Player 4.0 beta 3 hat ein komplett neues und mit Skins anpassbares Navigator Interface, kann 3GPP Handy-Videos anzeigen und OptimFROG Audio abspielen, wenn die richtigen Decoder installiert wurden und der Audio DSP benötigt weniger CPU Leistung.

22.4.

ProjectX 0.81.7int1 normalisiert jetzt den Ton auf einen bestimmten anzugebenden Prozentsatz statt einen festen Normalisierungsfaktor zu verwenden, kann einen CRC-Check für AC3 und MP2 Audio durchführen, verarbeitet die nicht-standardkonforme Ausgabe von Nebula Karten jetzt richtig und behebt einige Bugs.

21.4.

DVD Rebuilder 0.42 ist erschienen, Änderungen siehe Link.

Microsoft versucht krampfhaft, das hauseigene WMV9 Format (welches übrigens kein beonders toller Codec zum DVD-Encoding ist) durchzusetzen. Nun bekommt MS Hersteller von DVD Authoring Programmen dazu, in ihren Programmen WMV HD Authoring zu unterstützen.

Eine Datei mit illegal klingendem Dateinamen herunterladen und schon wird der Internetzugang gesperrt? Dies könnte für Schüler und Studenten in den USA Realität werden. Ein neues von der RIAA/MPAA gesponsortes Programm namens Automated Copyright Notice System (ACNS) schaltet automatisch den Internetzugang von mutmaßlichen Copyright-Verletzern ab, undzwar auf Hinweis eines Musik-Labels oder Filmstudios. Zu beachten ist das "mutmaßlich", denn das bedeutet "schuldig, bis die Unschuld bewiesen ist". Was passierte mit dem Grundsatz, dass man unschuldig ist, bis einem die Schuld nachgewiesen wird? Da in der Vergangenheit von der RIAA Leute verklagt wurden, die nie Copyrights verletzt haben, könnte diese Maßnahme auch dazu führen, dass unrechtmäßig Internet-Anschlüsse gesperrt werden. Vielleicht wäre das eine gute Gelegenheit, gleich ein neues Gesetzt gegen unbrechtmäßige Sperrungen von Internet-Anschlüssen einzuführen, zu bestrafen mit $250'000 an Schadensersatz und bis zu 2 Jahren Gefängnis für den Präsidenten des Filmstudios/Labels, welches den Hinweis gab? Das könnte das Gleichgewicht wiederherstellen ;-)

In Europa sucht die Europäische Kommission nach Wegen, eine EU-weite Sammelstelle für Lizenzgebühren zugunsten der Copyright Inhaber einzurichten. Für die Industrie gibt es jedoch eine Bedingung: Sie muss sich auf einen DRM Standard einigen.

Zurück zu den USA: George Bush macht Werbung an allen Fronten und schaltet auch Werbung auf edonkey.

20.4.

Und heute gibt es einen weiteren Guide von Doom9: Der neueste big3 Guide deckt nicht nur die neueste DIF4U Beta ab, sondern auch NuMenu4U Scenarist Edition, BatchCCEWS und ScenAid.

Schlunz war auch fleißig und hat Folgendes ins Deutsche übertragen (Danke!):
DVB Basics - Grundlagen von DVB Capturing und Bearbeitung.
DVB zu DVD-R Guide - Wie man einen DVB Stream captured und ihn auf eine DVD-R brennt (Komplettanleitung).

19.4.

DVD Rebuilder 0.41 ist erschienen. Changelog siehe hier.

Der GKnot Guide wurde aktualisiert und deckt nun XviD 1.0 ab.

Der Admin des portugiesischen Doom9 Mirrors sucht verzweifelt nach Freiwilligen. Wem ein portugiesischer Mirror wichtig ist, sollte sich melden, bevor es zu spät ist.

18.4.

DVD Rebuilder 0.40 ist erschienen. Changelog siehe hier.

AutoGK 1.18 stellt die die Credits Option selbst für FILM Quellmaterial richtig ein und die bugfixed BeSweet 1.5b26 ist mit im Paket.

Cutteraman 1.56 kann jetzt MPEG-2 framegenau schneiden. Wenn die Schnittposition ein B-Frame ist, wird die GOP mittels TMPG neu encoded. Weiterhin werden die Settings in einer XML Datei gespeichert, welche beim Upgrade auf eine neue Version beibehalten, und die Suche nach ähnlichen Bildern wurde beschleunigt und die automatische AC3-Erkennung wurde verbessert.

Der TMPG DVD Author Guide wurde aktualisiert, um eines der interessantesten Features von DVD Author zu behandeln: Seine Fähigkeit, DVD Inhalte zu importieren und sie richtig zu schneiden. Der DVD Rebuilder Guide wurde auch aktualisiert, um der neuesten DVD-RB Version zu entsprechen und ein paar Fehler zu beheben (Dank an wmansir).

17.4.

DVD Rebuilder 0.39 ist erschienen.

BenQs neuer Brennern namens DW822A wird als 8x Brenner mit dem Versprechen verkauft, dass die Firmware Dual Layer fähig gemacht wird, undzwar im vierten Quartal diesen Jahres (zu diesem Zeitpunkt wird erst die breite Verfügbarkeit der entsprechenden Rohlinge erwartet).

Eine Blu Ray Disc aus Papier? Laut Sony gelang es, Blu Ray Discs zu produzieren, bei denen hauptsächlich Papier als Disc Substrat verwendet wurde, wodurch die Menge an schwer recyclebarem Plastik verringert wurde und gleichzeitg das Gewicht einer Disc um 51% reduziert wurde.

16.4.

BeSweet 1.5b26 ist erschienen. Bei der Vorgängerversion war der Postgain deaktiviert, was eine niedrige Lautstärke zur Folge hatte.

Doom9 war wieder fleißig und hier sind neue Guides (alle auf Englisch): CCE 2.66 Guide, CCE 2.67 Guide, CCE Basic Guide, QuEnc Guide und ein DVD ReBuilder Guide.

In Kanada geht es wieder um die Filesharer: Die CRIA hat bereits einen Widerspruch gegen eine Gerichtsentscheidung eingereicht, welche P2P File Sharing legalisierte. Der nach PR heischende Minister Scherrer arbeitet bereits an einem Entwurf für eine Anti P2P Gesetzgebung.

Ein paar Wochen vor ATI hat nVidia seine neueste Generation von Grafikkarten vorgestellt. Die GeForce 6800 sieht vielversprechend aus (schluckt aber auch viel Strom - zwei Festplattenstecker sind notwendig), bietet hohe Frameraten selbst für Leute mit hohen Auflösungen. Wenn wir also Flachbildschirme mit nativen HDTV Auflösungen haben werden, um HD DVD abzuspielen, werden die dann erhältlichen Grafikkarten Spiele mit hohen Frameraten auch in diesen hohen Auflösungen darstellen können.

15.4.

DVD Rebuilder 0.38 hat eine Option zur Deaktivierung des interlaced=true Parameters von ConvertToYuY2, zeigt die Größe von VTS Sets sowie deren Seitenverhältnis an, enthält einen zusätzlichen Gültigkeitscheck, damit nicht mit dem Encoding begonnen wird, bevor der vorherige Schritt komplettiert wurde, eine Stop/Pause Funktion wurde beim Encoding hinzugefügt und ein paar Bugs wurden behoben.

14.4.

AutoGK 1.17 beschränkt den STRG-F10 Shortcut auf AutoGK, bietet Auflösungseinstellungen für XviD 1.0 Compression Tests an und die AC3 Muxing Standardsettings liegen nun bei 96/96ms.

Lame 3.96 ist erschienen. Die alte Version wurde im Software-Archiv noch nicht ersetzt, da bestimmte Tests einen Fehler entdeckt haben in der neuen Version; bisher ist noch unklar, ob dies ein isolierter Fall ist.

Heute ruft die Foundation for a Free Information Infrastructure (FFI) zu einer Demonstration in Brüssel auf, undzwar gegen die Enscheidung des EU Ministerrates, einen kontroversen Patentzusatz zu erlassen, welche triviale und Software-Patente wie in den USA bereits gesehen ermöglicht. Die könnte zu einem wahren Patent-Minenfeld führen, wodurch viele kostenlose Programme mit offenem Quellcode Patente verletzen würden. Und da man auf fast alles ein Patent bekommen könnte (sogar auf eine Idee - es muss keine physische Anwendbarkeit oder Implementierung geben, um ein Patent zu erhalten), könnte dies auch den wirtschaftlichen Fortschritt von kleinen und mittleren Unternehmen behindern, welche für neue Produkte zunächst horrende Summen für Patentgebühren bezahlen müssten. Es gab ähnliche Aktionen in der Vergangenheit, was das EU Parlament dazu veranlasste, für klare Beschränkungen bei der Patentierbarkeit zu stimmen. Ohne die Europäische Kommission und den Ministerrat können jedoch keine Gesetze erlassen werden. Und der Mininsterrat hat mit Unterstützung der Patentlobby nun beschlossen, die Entscheidung des EU Parlamentes zu ignorieren und für unbeschränkte Patentierbarkeit zu stimmen.

13.4.

DVD Rebuilder 0.35 lässt Rejig nicht mehr in einer Schleife laufen und behebt einen Fehler in der aduio Masking Routine (welche zum Entfernen von Audio bei bestimmten VTS Sets führte).

Und noch ein Guide: Diesmal ging es um TMPGEnc DVD Author.

12.4.

DVD Rebuilder 0.34 kann mit Standbildern umgehen (somit sollten die 004 Fehler verschwunden sein), zu niedrige Ausgabegrößen sollten nicht mehr auftreten, der Originalzustand von Progressive Flags und rff/tff Flags wird beibehalten, die Frame Struktur wird nun in allen Fällen beibehalten, FILM Quellmaterial Encoding wurde beschleunigt und es ist nun möglich auszuwählen, auf welche VTS Sets eine 4:3 -> 16:9 Konversion und Half D1 Konversion angewandt werden soll.

Cutteraman ist ein .NET basierendes MPEG-2 Schneidetool, ähnlich wie MPEG2Schnitt. Gestern verwendete Doom9 es zum Schneiden von Streams, mit denen MPEG2Schnitt nicht zurecht kam.

Während Ostern hat Doom9 einen neuen Guide geschrieben: DVD Authoring in DVD-Lab (engl.). Von diesem Programm scheint es bald eine Pro Version zu geben. Zu einem guten Preis soll diese mehrere Audio- und Untertitelspuren, Seamless Branching, Scripting und VM Programmierung beherrschen.

11.4.

Wer wissen will, wie gut Parametric AAC Encoding wirklich ist, sollte sich den öffentlichen Test bei Hydrogenaudio ansehen und hier sind die Ergebnisse.

Und zum Thema AAC gibt es diesen akademischen AAC Encoder, der auf den ersten Blick kostenlos zu sein scheint.

10.4.

AVI-Mux GUI 1.16.4 unterstützt Vorbis Audio (nur für MKV Ausgabe), verbessert bei MKV allgemein einiges und behebt Fehler.

Das brauchte nicht lange: Apple zwingt das Projekt zum Entfernen des Playfair DRM Schutzes in ein Land außerhalb der DMCA-Reichweite.

Ein DVD Player, der bei Flüchen nur piept und Gewalt- und Sexszenen überspringt? Was wie ein Alptraum-Szenario für jeden Teenager klingt, könnte bald im Wohnzimmer stehen. RCA, einer der Hersteller des einstigen, gescheiterten DIVX DVD-Formates, bringt einen Player mit on-the-fly Zensur auf den Markt. Das Filterprogramm wird von der Firma ClearPlay entwickelt, die dafür bereits vor Gericht steht und sich gegen Hollywood Regisseure und Studios verteidigen muss wegen unautorisierter Wiedergabe und Editierung von urheberrechtlich geschützten Material. Die MPAA und ihre Mitglieder sind über diese Idee auch nicht so erfreut. Aber die Player wären bestimmt etwas für die zensurwütige deutsche Regierung... etwa um "böse" FSK18 jugendfrei zusammenzuschnippeln und sie dann als FSK16 Version freizugeben, die dann nicht mehr unter der Theke aufbewahrt werden muss.

9.4.

ProjectX 0.81.7 hat eine neue GUI, Subpicture Demuxing von VOB/MPEG_PS/ES kam hinzu, Teletext Decoding und Synching wurden verbessert, LPCM Audio wird nun unterstützt und es gibt viele Bugfixes.

Decomb 5.1.1 behebt Probleme mit einem grünen Bildschirm.

Gordian Knot 0.28.8 unterstützt XviD 1.0, enthält aktualisierte Sprachdateien und hat eine Runderneuerung aller enthaltener Tools erfahren.

Vanguard Software, jetzt bekannt als VideoSoft, hat seine H.264 Baseline und Main Profile Encoder veröffentlicht. Der Decoder ist Freeware, der Encoder ist als 30 Tage Testversion erhältlich. Je nach Qualitätseinstellung kann man auf einem sehr schnellen PC Echtzeit-Geschwindigkeit erreichen, dies geht dann allerdings mit Abstrichen bei der Qualität einher. Der Codec unterstützt 2 Pass Encoding QPel Motion Estimation, von anderen fortschrittlichen Features wie B-Frames ist nichts bekannt. An der Diskussion über diesen Codec kann man im Forum teilnehmen.

NuMenu4U, das Begleit-Programm zu DIFU4 zum Menü-Encoding, ist als komplett neue Version erhältlich, welche Scenarist zum Reauthoring verwendet; dies ermöglicht die Verarbeitung bisher nicht machbarer Titel.

Was wird uns das HDTV Zeitalter bringen? Wenn es nach den Copyright Kartellen geht, keine unverschlüsselte Ausgabe mehr. Zudem sollen nicht zertifizierte Geräte (allen voran PCs, da an ihnen meist die Inhalte manipuliert werden können je nach Gusto des Users, und nicht nach dem der Content Provider) ausgesperrt werden. Natürlich sind die PC Hersteller nicht so begeistert von dieser Idee, was für interessante Verhandlungen sorgen dürfte, bevor der Gesetzgeber und die Federal Communication Commission in den USA weitere Entscheidungen treffen (es steht zu erwarten, dass die Entscheidung auf jeden Fall nicht dem zahlenden Kunden zu Gute kommt).

Noch ein Update zu der gestrigen Geschichte über Online Musikverkauft. Das Wall Street Journal hat mehr Informationen zu diesem Thema: Die Musikindustrie klagt noch immer über nachlassende Single Verkäufe und nun wollen sie dies durch die Bündelung von beliebten mit weniger beliebten Songs auffangen oder durch einen höheren Preis für den populären Song. Die Online-Geschäfte versprechen mehr Auswahl, während die alten Kartelle weiter diktieren wollen, was auf dem Markt erhältlich ist. CD Brenner nahmen den Studios diese Macht und gaben den Leuten die Möglichkeit, eigene Best-Of-Alben zusammenzustellen (daher der Niedergang der Verkaufszahlen in diesem Bereich). Und statt eine Single mit 4 verschiedenen Versionen desselben Songs zu kaufen, luden sich die Leute lieber die Radioversion aus dem Internet herunter.

8.4.

Auto GK 1.16 kommt im Paket mit XviD 1.0 RC4 und dem neuesten BeSweet, hat ein neues Logo und Icon, enthält eine Textdatei mit der Erklärung der versteckten Optionen und berechnet den Audiostream-Overhead der zweiten Tonspur korrekt.

Die Standards nach MPEG-4, nämlich MPEG-7 und MPEG-21, enthalten keine neuen Kompressionstechniken, sondern neue Wege zu mehr Interaktivität (die Content Industrie wirkt daher an deren Verabschiedung mit) und auch DRM. Während die ISO sich selbst zu einem verabschiedeten DRM Mechanismus gratuliert für MPEG-21, bleibt die Frage, was der Kunde von solchen "Geschenken" hat. Weder ein besseres Produkt noch bessere Preise! Die Kosten eines Albums beim Online-Verkauf von Musik liegen im Cent-Bereich, die üblichen Distributoren fallen dabei nämlich weg, die Herstellungskosten für CDs etc. ebenso. Daher sollte der Online-Musikeinkauf deutlich günstiger als CDs im Ladne sein. Hinzu kommt, dass die Musik online in verlustbehafteten Formaten gespeichert ist (MP3, AAC etc.) und in einigen Fällen wird der Wert für den Käufer noch weiter gesenkt durch DRM, wodurch man nicht frei seine gekaufte Musik auf seinem MP3-Player oder auf dem Auto-CD-Player abspielen kann. Der Kauf eines ganzen Albums online kann teurer sein als die CD zu kaufen. Die Musikindustrie macht also höheren Profit pro Song, da die Kosten niedriger sind, sie verkaufen einem ein minderwertigeres Produkt und verlangen zudem auch noch mehr dafür (geplant sind in Zukunft höhere Preise für populäre Songs). Und dieselbe Industrie beschwert sich über nachlassende Verkaufszahlen?

Das von Taiwan gesponsorte FVD Format hat nun offiziell Microsoft an Bord.

7.4.

Am besten vermeidet man DRM gleich beim Kauf, doch für Apples iTunes gibt es auch eine Lösung für nach dem Kauf: playfair entfernt das DRM der von iTunes gekauften Songs, vorausgesetzt, man hat eine Lizenz, um sie abzuspielen.

Es scheint, dass doch noch 12x DVD-Brenner erscheinen werden. LiteOn hat angekündigt, 12x Modelle in diesem Monat auf den Markt zu bringen, gefolgt von Dual-Layer-fähigen Modellen. Bei den Dual-Layer Brennern scheint der Brennprozess übrigens nicht so einfach zu sein. Laut den letzten Meldungen von Ahead kann man nicht einfach Daten auf einen Layer schreiben, stattdessen müssen beide Layer zu gleichen Teilen gefüllt werden (was wohl etwas mit der Reflektion zu tun hat). Aheadas Lösung dafür hört auf den Namen "LayerMagic" und verteilt Video-Daten automatisch auf die beiden Layer, statt den zweiten Layer mit Dummy-Daten zu füllen.

6.4.

XviD 1.0 RC4 Codename "Hola!" hat einen verbesserten Bitraten-Rechner, der Decoder wurde verbessert, damit er bei defekten Bitstreams nicht crasht und das GMC Decoding wurde auch repariert sowie auch die VfW GUI.

DVD Rebuilder 0.31 braucht keine Pfadangabe für die Datei decomb.dll, die interlaced/progressive Erkennung wurde verändert, und die Probleme beim Hinzufügen eines leeren Audiostreams zum AviSynth Script wurden behoben.

Seit ihrer Niederlage vor Gericht, hat die kanadische Musikindustrie ein Schreckenszenario gezeichnet, was dieses Urteil an Auswirkungen hätte. Die Politiker bissen an und Mrs. Scherrer, eine Ministerin, hat der bedrohten Musikindustrie versprochen, diese Löcher im kanadischen Urheberrechtsgesetz zu stopfen. Die Studio-Bosse kommentierten diese Zusage der Politikerin mit den Worten "Urheberrechte haben einen Wert, und Künstler und Songwriter würden gern für die Nutzung ihrer Musik bezahlt werden". Wie viel bekommen diese Leute pro Song? Nur einen sehr geringen Teil des Verkaufserlöses... wäre an der Zeit, sich selbst beim Wort zu nehmen und die Künstler richtig für ihre Musik zu bezahlen.

5.3.

DVD Rebuilder 0.30 behebt einige Bugs (meist Runtime Error 6 Fehler sowie Audio Aussetzer bei Kapitel/Cell Punkten) und warnt, wenn das Eingabeprojekt schon klein genug ist, um auf eine DVD-R zu passen.

BeSweet 1.5b26 fügt AC3 Output wieder zu seinen Features hinzu, jetzt basierend auf dem neuesten ffmpeg.

Hat sich mal jemand gewundert, was all die Optionen in ProjectX bedeuten? Die offizielle ProjektX Referenz klärt darüber auf.

4.3.

Fair Use 0.41 hat eine qualitativ höherwertige Ausgabe, unterstützt externe DVD Laufwerke und behebt Bugs.

Dank Klona gibt es jetzt (auf Englisch) ein Dreambox Howto, der erste Artikel, wie man eine Settop Box zum Capturing von digitalem Fernsehen benutzt (und noch viel mehr).

3.4.

DVD Rebuilder 0.28 beginnt mit dem Encoding nicht, falls die Vorbereitungsphase für einen anderen Encoder getätigt wurde, die CCE Version wird auf diejenige zurückgesetzt, welche in der Vorbereitung gewählt wurde (häufige Fehlerquelle), ein Warnhinweis erscheint bei Titeln mit Multiangle oder Interleave (diese Titel können derzeit nicht richtig neu geauthored werden) und der TargetSectors Wert wurde durch einen separaten Wert für jeden Encoder ersetzt.

Es scheint, als ob das US Justice Department wenig zu tun hat, da sie gerade eine Task Force zum Thema geistiges Eigentum gebildet haben um gegen Piraterie vorzugehen. Als ob die Entfernung verfassungsmäßiger Rechte nicht genüg wäre.

Wer in Australien lebt, sollte mit seinen gewählten Vertretern (a.k.a. Politiker) vor dem Beschluss des freien Handelsabkommens zwischen Australien und den USA in Kontakt treten. Wieso? Siehe Kapitel 17 - Intellectual property rights. Bei dem Gesetzt handelt es sich im Wesentlichen um einen DMCA Export, der scheinbar von den MPAA und RIAA Lobbyisten geschrieben wurde. Es scheint, als ob im 21. Jahrhundert die führende Macht der freien Welt die IP Diktatur exportiert (wobei IP hier für geistiges Eigentum / Intellectual Property steht). Europa hat es bereits beschlossen, nun sind Asien und Australien dran. Wird man diesen Wahnsinn stoppen können, bevor alle Informationen patentiert, urheberrechtlich geschützt, mit DRM behaftet und weggesperrt sind?

In die gleiche Kerbe schlägt auch Microsofts mutmaßlicher iPod Killer. Statt wie bei Apple und anderen Online-Musik-Diensten für den Download zu bezahlen, werden Microsofts kommende Geräte das Speichern der gemieteten Musik erlauben, wodurch eine fast unbegrenzte Zahl von Liedern zum Download verfügbar ist. Allerdings sind alle diese Lieder mit DRM geschützt (wen wundert's?) und sie haben eine eingebaute Zeit"bombe". Wenn man seine Mitgliedsgebühr nicht bezahlt, wird die ganze Sammlung unbrauchbar. Aber es wird noch besser: Wenn das DRM System versagt oder ein Computerproblem auftritt, sodass z.B. die falschen Rechte für den Nutzeraccount angezeigt oder gesetzt werden, wird man ebenfalls ausgesperrt. Was also auf den ersten Blick eine gute Idee zu sein scheint um eine unbegrenzte Zahl von Songs zu erhalten, geht auf den zweiten Blick nach hinten los. Apple ist offenbar der Ansicht, dass die Nutzer es vorziehen, Lieder zu besitzen, doch was sie den Leuten vorenhalten ist, dass sie ebenso auf DRM setzen und dass die Lieder an bestimmte Hardware gebunden sind. Wer also auf der sicheren Seite sein will, sollte nur ungeschützte MP3 Downloads von Shops akzeptieren. Wenn man diese überall, wo man möchte, ablegen und abspielen kann, besitzt man sie wirklich. Wenn man eine Lizenz kauft, dann hat man nur das Recht, Musik zu hören unter bestimmten Bedingungen und auch nur über eine gewisse Zeitspanne hinweg (Lizenzen können auch widerrufen werden).

2.4.

Vielleicht sollte man den 1. April zum offiziellen Tag ohne News machen, damit man nicht auf Sachen wie diese reinfällt: XviD 1.0 ist noch nicht erschienen. Dolby bietet keineen 2ch AC3 Encoder kostenlos an, wir werden in absehbarer Zukunft keine DVDs in einer Minute brennen können (zumindest keine voll beschriebenen), und man darf stark bezweifeln, dass es ein DVD Virus gibt, das Standalone Player zerstören kann. cdfreaks dürfte seine Mitglieder geschockt haben mit seiner selbstgemachten Geschichte (wo sind die anderen 102 Seiten?), aber einige unserer Forumsmitglieder sollten sich das durchaus realistische Szenario näher ansehen. Mit anderen Worten: Wer raubkopiert, täte gut daran, es für sich zu behalten und nicht damit zu prahlen, denn das könnte ihn am Ende in Schwierigkeiten bringen. Und bei Googles 1 GB E-Mail Service mit Video-Werbeanzeigen kann man auch so seine Zweifel hegen.

Zurück zu den echten News: Ein kanadische Gericht urteilte, dass die Speicherung von Musik in einem "Shared" Verzeichnis (shared im Sinne von offen für Downloads von jedermann) keine Urheberrechtsverletzung darstellt. Das Ablegeben in einem Verzeichnis entspricht nicht der Verbreitung, daher steht zu vermuten, dass die CRIA (Kanadas RIAA) jetzt versucht, ISPs und P2P Service Operators zu verklagen, wobei letztere schwer zu verfolgen sein werden, da sie sich weder in Kanada noch den USA noch in einem Industrie-freundlichen (manche würden sagen: gekauften) Land aufhalten.

1.4.

Forbes hat einen Artikel über das DVD Format der nächsten Generation. Laut Philips wird Hollywood entscheiden, ob Blu Ray oder HD DVD das Rennen machen wird; zudem wird die Entscheidung erst im vierten Quartal 2004 gefällt. Das Hauptproblem ist wieder einmal der Kopierschutz. Die Studios wollen die Käufer davor "bewahren", wie schon bei der DVD Kopien anfertigen zu können (was bei der DVD aber zum Glück nicht funktionierte). Bespielte HD DVD Discs werden frühestesn 2006/2007 auf dem Markt sein.

Während die Plattenindustrie und verschiedene Länder ihre jährlichen Zahlen im März publizierten und ihre üblichen Klagen über Piraterie zu hören waren, kam eine Studie von Harvard und der University of North Carolina zu dem Ergebnis, dass es wenig Zusammenhang zwischen (illegalen) Musikdownloads und CD Verkaufszahlen gibt. Natürlich bezeichnet die RIAA dieses Ergebnis als irrelevant. Damit folgt sie wohl dem alten Spruch: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Derweil verwendet die Plattenindustrie selbst Download-Statistiken von P2P Netzwerken für Marketing-Zwecke.

Und aufpassen wegen dem Datum heute... Es ist der 1. April. Wenn plötzlich davon die Rede ist, dass die Musikindustrie das Recht auf die Privatkopie stärken will, dann sollte man das argwöhnisch betrachten...

März

Die News aus dem letzten Monat findet man hier.